Raul Krauthausen - Aktivist

Newsletter: đŸ“· Journalist*innen mit Behinderung – Bitte mehr davon!; đŸŽ„ Berlinale 2019: Behinderung in Filmen; đŸ‘Ș PrĂ€nataldiagnostik und das Bild von. Vom 12. Februar 2019

Jeden Dienstag gibt es von mir kuratierte Links zu den Themen Inklusion und Innovation. Ihr könnt ihn auch als Newsletter abonnieren. Kein Spam. Versprochen! Hier gibt es die vergangenen Ausgaben.


Kolumne

Natalie Dedreux
Foto von Natalie Dedreux
ist 20. Jahre alt und wohnt in Köln. Sie hat das Down-Syndrom. „Das Down-Syndrom ist cool.“ sagt sie. Dedreux möchte Journalistin werden und ist auch gleich Redakteurin beim Ohrenkuss geworden, ein Magazin fĂŒr Menschen mit und auch ohne das Down-Syndrom, in dem Menschen mit Down Syndrom schreiben. Natalie Dedreux kĂ€mpft gegen Abtreibungen von Menschen mit Down-Syndrom.

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Blutest vom Down-Syndrom
„Das NIPD bedeutet nicht invasive prĂ€natale Diagnostik von außen vor der Geburt. Mir geht es um den Bluttest. Der Arzt nimmt das Blut ab von den schwangeren Frauen. Dann trennt man das Blut von der Mutter und vom Baby und dann kann man feststellen, ob es eine Trisomie 21. hat. Und man kann feststellen, ob es eine Trisomie 13 oder Trisomie 18 hat. Man kann das in der zwölften Schwangerschaftswoche machen, in der FrĂŒherkennung. Die schwangeren Frauen bezahlen das dann. In Zukunft wollen die Krankenkassen das bezahlen. Die Politiker in Berlin entscheiden das. Die Politiker wollen eine Debatte machen. Das ist wo man redet miteinander in Berlin im Bundestag. Politiker von den ganzen Parteien wollen das.
Also ich finde das nicht gut, wenn die Krankenkasse das ganze bezahlt. Wenn die schwangeren Frauen sehen ob das Baby Down-Syndrom hat, dann werden sie sich gegen uns erst mal entscheiden. Ich glaube die wollen uns töten. Weil die Angst haben. Ich versteh nicht warum Angst da ist. Ich finde das schlimm, weil es dann weniger Menschen mit Down-Syndrom auf der Welt gibt. Und da gehört auch zu, dass man mit uns Menschen mit Down-Syndrom keine Abtreibung machen soll. Und ich setze mich fĂŒr Menschen mit Down-Syndrom ein und will denen helfen. Wir Menschen mit Down-Syndrom wollen mehr auf normalen ArbeitsplĂ€tzen arbeiten, genauso wie ihr anderen Menschen auch. Wir wollen nicht immer in den WerkstĂ€tten landen. Wenn wir zusammen arbeiten gibt es weniger Angst vor uns. Auch im Alltag kann man was zusammen machen. Zum Beispiel Bowling gehen. Und auf Konzerte gehen. Die sollen mehr was mit uns machen, damit die weniger Angst vor uns haben. Zusammen machen heißt Inklusion.
Wir sind cool und ihr werdet uns nicht los!
Und da ich mich fĂŒr Menschen mit Down-Syndrom dafĂŒr einsetze das wir Menschen mit Down-Syndrom mehr auf AußenarbeitsplĂ€tzen arbeiten wollen und auch genauso wie ihr normale Menschen auch und ich setze mich auch fĂŒr Ukrainer mit Down-Syndrom ein das die auch eine Arbeit haben.
Und ich will auch denen helfen will. Und auch fĂŒr Menschen mit einer Trisomie 13. Und 18. Helfen will das es ihnen gut geht. Und mein Wunsch ist auch lasst uns auf der Welt bleiben.

 

HandgepflĂŒckte Links

Klasse fĂŒr Alle: Von Akten minutenlanger Unruhe und einer Schachmeisterschaft

https://www.diekinderderutopie.de/klasse_fuer_alle_schachmeisterschaft

In der Reihe “Klasse fĂŒr Alle” werden Beispiele aus dem Schulalltag zum Thema SchĂŒlerIinnenkompetenz gezeigt – einer Ressource, die bei der Inklusionsdebatte oft ĂŒbersehen wird. Hans-Werner Bick, Lehrer an der Montessori-Gesamtschule in Borken, berichtet.

 

Nix los mit der Inklusion

https://www.diekinderderutopie.de/nixklusion

Das Vorhaben, als Familie mit einem behinderten Kind in der Mitte dieser Gesellschaft zu leben, gehört zu den wahren Abenteuern. Fast jeder Tag ĂŒberrascht mit zwischenmenschlichen Erlebnissen: Von Annahme oder Ablehnung, von Respekt oder Missachtung, von Aufmerksamkeit oder Ignoranz, von Inklusion oder Nixklusion.

 

Journalist*innen mit Behinderung – Bitte mehr davon!

https://leidmedien.de/journalismus-mit-behinderung/

Der Deutsche Journalisten-Verband und die Sozialhelden haben eine BroschĂŒre zum Thema Journalismus mit Behinderung herausgebracht. Sie soll jungen Menschen mit Behinderung eine Hilfe beim Einstieg in den Journalismus bieten und dazu beitragen, Vorurteile bei ArbeitgeberInnen abzubauen.
Die BroschĂŒre bietet außerdem Tipps, wie man Vorbehalte und Ängste auf Seiten der ArbeitgeberIinnen und ArbeitnehmerIinnen abbauen kann.
Außerdem werden online weitere JournalistInnen fortlaufend vorgestellt. Sie berichten von ihrem Einstieg in den Journalismus, der Organisation des Arbeitsalltags und geben Tipps fĂŒr potentielle BewerberInnen.

 

Recherchestipendium fĂŒr Journalist*innen mit Behinderung

https://www.goodevents.eu/de/events/recherchestipendium-fuer-journalist-innen-mit-behinderung

Der Journalismus ist hierzulande noch viel zu wenig divers, viele verschiedene Minderheiten sind in den Redaktionen stark unterreprÀsentiert. Das hÀngt nicht nur mit der fehlenden Barrierefreiheit der RedaktionsrÀume zusammen, sondern auch mit einem Arbeitsmarkt, der immer noch nicht inklusiv ist. Dieses Recherchestipendium wendet sich explizit an JournalistInnen mit Behinderung. Sie sollen mit dem Stipendium in die Lage versetzt werden, ein aus ihrer Sicht wichtiges Thema mit gesellschaftlicher Relevanz zu beleuchten und LösungsansÀtze zu recherchieren.

 

Berlinale 2019: Behinderung in Filmen

https://leidmedien.de/aktuelles/kultur/berlinale-2019-behinderung/

Vom 7. bis 17. Februar finden die Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Die Berlinale ist das grĂ¶ĂŸte BesucherInnen-Filmfestival weltweit und so kann jede/r Filminteressierte in diesem Jahr aus 400 Filmen wĂ€hlen. Leidmedien.de stellt Euch nun neun Filme vor, die sich mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen und informieren Euch ĂŒber die barrierefreien Angebote des Festivals.

 

Let’s Dance 2019: Der gehörlose Schauspieler Benjamin Piwko ist voller Vorfreude

https://www.rtl.de/cms/let-s-dance-2019-der-gehoerlose-schauspieler-benjamin-piwko-ist-voller-vorfreude-4290616.html

FĂŒr den gehörlosen Benjamin Piwko wird „Let’s Dance“ zu einer besonderen Herausforderung

 

Wer darf wĂ€hlen – und wer nicht?

https://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-wer-darf-waehlen-und-wer-nicht-1.4325099

„Eine gute Demokratie braucht Vielfalt und gleichberechtigte Teilhabe fĂŒr alle, auch fĂŒr Menschen mit Behinderung.“ Schreibt JĂŒrgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung fĂŒr die Belange von Menschen mit Behinderungen in der SĂŒddeutschen Zeitung.

 

Leidvermutung. PrÀnataldiagnostik und das Bild von Behinderung

http://www.bpb.de/apuz/284896/leidvermutung-praenataldiagnostik-und-das-bild-von-behinderung

Menschen mit Behinderungen sind vielfĂ€ltigen Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt. DarĂŒber, ob das Angebot an prĂ€natalen Untersuchungen dazugezĂ€hlt werden kann, gehen die Meinungen auseinander. Einfache Antworten sind hier fehl am Platze. Vielmehr gilt es zunĂ€chst, das komplexe Feld auszuleuchten. Wie funktioniert prĂ€natale Diagnostik ĂŒberhaupt? Was fĂŒr ein Bild von Behinderung wird transportiert? Was sind die Fallstricke der Debatte? Ein APuZ-Beitrag von Kirsten Achtelik.

 

Brief an die Deutsche Bahn

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39555

Ein offener Brief zur neuen Situation bei der Anmeldung mobilitÀtseingeschrÀnkter Personen am konkreten Beispiel einer Reiseanmeldung von Hamburg nach Dortmund von David Lebuser aus Hamburg.

 

DisAbilityTalent Programm feiert Premiere in Deutschland

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39517/DisAbilityTalent-Programm-feiert-Premiere-in-Deutschland.htm

Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung mit Unternehmen zu vernetzen und BerĂŒhrungsĂ€ngste abzubauen – das ist die Mission des DisAbility Talent Programms der Wiener Unternehmensberatung myAbility. Jetzt startet das innovative Karriereprogramm in Deutschland. Zu den ersten Kunden gehören SAP, BASF, Axel Springer, PwC, Robert Koch Institut und Sanofi.

 

Ich will arbeiten!

http://www.3sat.de/mediathek/?obj=78560

Arbeitnehmer mit Behinderung, die es abseits von BehindertenwerkstÀtten auf den ersten Arbeitsmarkt geschafft haben.

 

Mein Gastkind aus PalÀstina

https://lydiaswelt.com/2019/01/27/mein-gastkind-aus-palaestina-teil-2/

Wie es mit Lydia Zoubeks blindem Gastkind Amal aus PalÀstina lÀuft, schreibt sie in ihrem Blog.

 

Video: Eine ArmlÀnge Welt

https://www.zdf.de/kultur/filme-dokus-kabarett/eine-armlaenge-welt-100.html

Der taubblinde Sven will den 800 Kilometer langen Jakobsweg nach Santiago de Compostela meistern. Doch die Reise birgt Gefahren jenseits des körperlichen Handicaps.

 

Verein «Mensch zuerst» – Der Mensch zĂ€hlt, nicht die Behinderung

https://srf.ch/news/regional/ostschweiz/verein-mensch-zuerst-der-mensch-zaehlt-nicht-die-behinderung

Sich selber vertreten, selber mitbestimmen ist ein grosses Anliegen des Vereins «Mensch zuerst». Es geht darum, dass Menschen mit einer Behinderung ihre StÀrken kennen lernen, lernen mit ihrem Handicap umzugehen und das Mitreden und Mitbestimmen aktiv gefördert wird.

 

Umfrage: Von Menschen mit Paraplegie, ihren Angehörigen und in der Versorgung TÀtigen

https://www.survey.uni-oldenburg.de/index.php?r=survey/index&sid=457912&lang=de

Bisher ist es in der Gesundheitsforschung in Deutschland hĂ€ufig so, dass Studien durchgefĂŒhrt werden, die WissenschaftlerInnen oder auch Fördereinrichtungen oder der (Pharma-)Industrie nutzen. PatientInnen und Angehörige bzw. andere Betroffene haben bei der Festlegung einer Forschungsagenda nur selten mitzuentscheiden.

 

Veranstaltung: SOUNDFORM – Instrumente fĂŒr Alle

https://www.facebook.com/events/401056000710027/

Mit SOUNDFORM stellt EUCREA in Kooperation mit vielen weiteren Partnern Instrumente und Methoden vor, die dieser Anforderung ganz neu begegnen: Sei es durch die Modifizierung klassischer analoger Instrumente oder die Entwicklung ganz neuer Instrumentarien, die andere Spielweisen ermöglichen und KlangrĂ€ume neu erschließen.

 

Es gibt jetzt ein Musikvideo von Ariana Grande fĂŒr Gehörlose – das steckt dahinter

https://www.bento.de/musik/ariana-grande-musikvideo-zu-7-rings-fuer-gehoerlose-a-33e1c645-bb68-40df-affa-4ef7e1749f4c?sfns=st

Der gehörlose Schauspieler und Aktivist Nyle DiMarco fragte die SĂ€ngerin unter ihrem Tweet, ob es nicht möglich sei, „fĂŒr 466 Millionen Menschen, die gehörlos sind“, Untertitel hinzuzufĂŒgen. Grande reagierte – und ließ das Video untertiteln. DiMarco reichte das allerdings nicht. Er produzierte daraufhin ein eigenes Video.

 

Let’s talk about Sex!

https://www.mdr.de/selbstbestimmt/magazin/selbstbestimmt-magazin-februar-jennifer-sonntag100.html

Beide schreiben erotische Texte und beide haben eine Behinderung: Moderatorin Jennifer Sonntag trifft Benjamin Schmidt. Im neuen Kurztalk-Format „Mit anderen Augen“ plaudern sie ĂŒber Erotik, Sex und Behinderung.

 

Are Disability Fetishists Exploiting People with Disabilities?

https://www.vice.com/en_us/article/bn373a/are-disability-fetishists-exploiting-people-with-disabilities

Devoteeism is a sexual fetish in which people get all horned up over a wide range of disabilities. As someone with cerebral palsy who uses a wheelchair, my feelings on devotees are complicated.

 

Ultimate Guide to Audio Description

https://www.3playmedia.com/resources/popular-topics/audio-description/

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Weitere BeitrĂ€ge entstanden durch die UnterstĂŒtzung zahlreicher Supporter auf SteadyHQ.com. Hier kannst auch du mich bei meiner Arbeit unterstĂŒtzen: UnterstĂŒtze mich auf Steady

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