Raul Krauthausen - Aktivist

Newsletter: Über Dankbar sein und den Mund halten; Staat bittet Pflegekinder zur Kasse; Medizinisches Rätsel in Frankreich; Inklusion in Kultur und Medien. Vom 6. November 2018

Jeden Dienstag gibt es von mir kuratierte Links zu den Themen Inklusion und Innovation. Ihr könnt ihn auch als Newsletter abonnieren. Kein Spam. Versprochen! Hier gibt es die vergangenen Ausgaben.


Konstanz: 50 mobile Rampen zu vergeben

http://www.konstanz.de/rathaus/medienportal/mitteilungen/11208/index.html?lang=de

Der Behindertenbeauftragte der Stadt erhielt aus der Cerlowa-Stiftung 1 Million Euro für soziale Projekte. Nun kann bei ihm ein Antrag auf eine mobile Rampe gestellt werden, um die Barrierefreiheit in der Stadt zu erhöhen.

 

Inklusion von Behinderten: Dankbar sein und den Mund halten

https://www.derstandard.de/story/2000090296723/inklusion-von-behinderten-dankbar-sein-und-den-mund-halten

Seit 100 Jahren setzen sich Menschen mit Behinderung für Gleichstellung ein. Die Politik ignoriert ihre Forderungen

 

Bundesteilhabegesetz – Kaum Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderung

https://www.deutschlandfunk.de/bundesteilhabegesetz-kaum-engagement-fuer-die-rechte-von.1773.de.html?dram:article_id=431919

Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind, sollen nicht länger von Europa- oder Bundestagswahl ausgeschlossen werden. Eine entsprechende Wahlrechtsreform ist angekündigt – doch bisher ist der Bundestag hierzu kaum tätig geworden.

 

Elektroautos müssen künftig wie Verbrenner klingen

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/elektroautos-muessen-kuenftig-wie-verbrenner-klingen-a-1224344.html

Fußgänger bemerken Elektroautos oft spät – es kommt häufig zu Unfällen. Blindenverbände haben durchgesetzt, dass die lautlosen Zeiten bald vorbei sind.

 

Einkommen von Pflegekindern – Der Staat langt zu

http://www.spiegel.de/panorama/pflegekinder-muessen-75-prozent-ihres-einkommens-dem-jugendamt-zurueckgeben-a-1232584.html

Pflegekinder müssen bis zu 75 Prozent ihres Einkommens an den Staat abgeben. Kritiker sagen: Selbstständigkeit lernen die jungen Menschen so nicht – ganz im Gegenteil.

 

Medizinisches Rätsel in Frankreich: Neugeborene ohne Arme und Hände

http://www.taz.de/!5544779/

Frankreich sucht Ursachen für Fehlbildungen bei Babys in drei ländlichen Gebieten. Spekuliert wird unter anderem über Umwelteinwirkungen.

 

Inklusions-Podcast Folge 16: mit Martin Fromme

https://inklusions-podcast.de/2018/10/30/inklusions-podcast-ipc16-mit-martin-fromme/

Mit Martin Fromme im Inklusions-Podcast über seinen Weg auf die Comedy-Bühne, wie ihm der Mauerfall dabei half und ob es so etwas wie ein behindertenaffines Publikum gibt.

 

PDF: Deutscher Kulturrat: Inklusion in Kultur und Medien

https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2018/10/Inklusion.pdf

Mehr Inklusion in Kultur und Medien ist kein Gefallen, keine Wohltat gegenüber Menschen mit Einschränkungen. Mehr Inklusion in Kultur und Medien ist die Umsetzung eines Menschenrechts, des Rechts auf Teilhabe. Mehr Inklusion verlangt nach mehr Qualität auf den verschiedenen Ebenen. Dieses Mehr an Qualität kommt der gesamten Gesellschaft zugute. Das Dossier „Inklusion in Kultur und Medien“ erkundigt diesen Fragen nach Qualität und mehr.

 

PDF: „Leichte Sprache“ – Kein Regelwerk

http://ul.qucosa.de/api/qucosa%3A31959/attachment/ATT-0/?fbclid=IwAR1HUJ8Su6jEodH1nkX4MNzuMPmKL3ASD0V_7zXAjJwGzRtHXstJDQQV0Lo

Sprachwissenschaftliche Ergebnisse und Praxisempfehlungen aus dem LeiSA-Projekt.

 

Brailleschrift und wie man sie nutzen kann – Schreiben aus blinder Perspektive

https://filofanatic.com/2018/11/01/brailleschrift-und-wie-man-sie-nutzen-kann-schreiben-aus-blinder-perspektive/

Ab der ersten Klasse lernen Kinder auf einer Regelschule lesen und schreiben. Das gilt auch für Kinder mit einer Sehbehinderung oder Blindheit. Ein Kind, welches nur sehbehindert ist, kann mit vergrößernden Sehhilfen, einer Tafelkamera oder ähnlichen Hilfsmitteln das Lesen und Schreiben mit den Augen erlernen. Was aber, wenn das Kind blind ist?

 

Licht und Kontraste im Alltag

https://lydiaswelt.com/2018/10/30/beleuchtung-und-kontraste-im-alltag/

Für Menschen mit einer Sehbehinderung spielen Beleuchtung, Lichtverhältnisse und Kontraste eine große Rolle. Denn fast alle Menschen, die dem Gesetz nach blind sind, sehen noch etwas. Und dieses etwas kann ihnen bei der Orientierung im Straßenverkehr, bei der Bewältigung des Alltags und beim Lesen oder Schreiben eine große Hilfe sein.

 

Offener Brief an Frau Monika Grütters

http://www.kinoblindgaenger.com/offener-brief/

Barbara Fickert fordert zwei neue Lolas: „Beste Filmfassung nur für die Augen“ und „Beste Filmfassung nur für die Ohren“. Denn auch barrierefreie Filmfassungen sollten beim Deutschen Filmpreis endlich gewürdigt werden!

 

Mindestens Mindestlohn für WfbM-Beschäftigte!

http://isl-ev.de/index.php/aktuelles/nachrichten/2129-mindestens-mindestlohn-fuer-wfbm-beschaeftigte

Deutschland soll behinderten Mitarbeiterinnen in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) den vollen Arbeits- und Sozialrechtschutz garantieren einschließlich des Mindestlohns. Diese Forderung des UN-Fachausschusses zum Sozialpakt vom Oktober 2018 wird von der *Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) begrüßt. Der Fachausschuss hatte geprüft, ob und wie Deutschland die Verpflichtungen aus dieser Menschenrechtskonvention erfüllt, in der die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte festgeschrieben sind.

 

Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung: Inklusion gestalten

https://www.kofa.de/dossiers/inklusion-gestalten

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern lohnt es sich, die fachliche und soziale Kompetenz aller Bewerber vorurteilsfrei in den Blick zu nehmen. Die meisten Menschen mit Behinderung sind heute sehr gut ausgebildet und bringen viele Qualifikationen mit. Ihre Leistungsfähigkeit unterscheidet sich in vielen Tätigkeitsbereichen nicht von vergleichbaren Mitarbeitern ohne Beeinträchtigung. Egal ob Ausbildung oder Beschäftigung – im Dossier finden man die passenden Informationen, um die Potenziale zu heben, die Menschen mit Behinderung für Unternehmen mitbringen.

 

Mach Dein Ding: Studieren – Chance für alle

https://www.br.de/mediathek/video/campus-magazin-01112018-mach-dein-ding-studieren-chance-fuer-alle-av:5ba1524e7999e9001839e886

Die Campus Tour führt diesmal nach Marburg: 26.400 studieren hier, mehr als jeder dritte Einwohner ist an der Uni eingeschrieben. Bemerkenswert ist auch, dass 150 blinde und sehbehinderte Menschen hier studieren, so viel wie nirgendwo sonst in Deutschland.

 

Inklusiver Unterricht: lauter, diverser, aber nicht stressiger

https://bildungsklick.de/schule/meldung/inklusiver-unterricht-lauter-diverser-aber-nicht-stressiger/

Die Arbeit an inklusiven Schulen stellt für Lehrerinnen und Lehrer eine ganz besondere Herausforderung dar, denn je heterogener eine Gruppe ist, desto komplizierter wird die Umsetzung eines Unterrichts, der den Bedürfnissen aller SchülerInnen gerecht wird.

 

Buchtipp: „Der Junge, der zu viel fühlte“

https://www.lorenzwagner.com/

Henry Markram zählt zu den bekanntesten Hirnforschern der Welt. Seine Arbeiten gewinnen Preise, nichts scheint ihn zu stoppen. Dann wird sein Sohn Kai geboren. Kai ist Autist, und Henry fühlt sich so hilflos wie alle Eltern. Schmerzhaft wird ihm bewusst, wie wenig seine vielbeachteten Aufsätze seinem Sohn zu helfen vermögen. Zu weit hat sich die Forschung vom Leben entfernt. Er stürzt sich auf die Frage, was Autismus wirklich ist. Über Jahre hinweg forscht er in den besten Laboren. Aber erst als er sich der Blick des Vaters mit dem des Wissenschaftlers mischt, gelingt ihm der Durchbruch. Seine Erkenntnisse stellen auf den Kopf, was wir über Autismus zu wissen glaubten.

 

Gaming für Menschen mit Behinderung: Volle Kontrolle

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/gaming-fuer-menschen-mit-behinderung-volle-kontrolle

Einen Controller für Computerspiele zu bedienen, fällt Menschen mit zwei funktionierenden Händen oft schon schwer. Für Menschen mit Behinderungen, wie Melanie Eilert, ist die Herausforderung noch größer. Doch barrierefreies Gaming ist mit dem richtigen Zubehör kein Problem.

 

Ohrenkuss wird 20

https://ohrenkuss.de/ohrenblog/page-1.html

Seinen 20. Geburtstag feiert Ohrenkuss mit einem besonderen Jubiläumsheft zum Thema „Ozean“. Das Magazin „Ohrenkuss …da rein, da raus“ hat diesmal einen Umfang von 60 Seiten und bietet neben den Texten der Redakteure auch einige Experten-Interviews zu den Themen Artenvielfalt, Überfischung und Flüchtlingskrise.

 

So tickt Toni Furmanski!

https://www.rehacare.de/cgi-bin/md_rehacare/lib/pub/tt.cgi/So_tickt_Toni_Furmanski.html?oid=51460&lang=1&ticket=g_u_e_s_t

Vorbilder in den Medien, die so sind wie sie – das hätte sich Toni Furmanski in ihrer Kindheit und Jugend gewünscht. Deswegen ist sie aktuell auch so begeistert davon, dass immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in der Mode und Werbung vorkommen. Inwiefern ihr dies auch schon als Jugendliche geholfen hätte und warum ihr beim Beantworten unserer Fragen die Tränen kamen, erzählt sie REHACARE.

 

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