Raul Krauthausen - Aktivist

Newsletter: Über die neue Wheelmap-App; warum Inklusion nicht verhandelbar ist; behinderte Menschen im TV; Herausforderungen für Blinde & fragwürdige Freakshows. Vom 18. September 2018

Jeden Dienstag gibt es von mir kuratierte Links zu den Themen Inklusion und Innovation. Ihr könnt ihn auch als Newsletter abonnieren. Kein Spam. Versprochen! Hier gibt es die vergangenen Ausgaben.


„Lasst’s mal gut sein mit der Inklusion.“

https://raul.de/allgemein/lassts-mal-gut-sein-mit-der-inklusion/

Manche sind der Meinung, dass man es mit der Inklusion auch übertreiben kann. Allerdings handelt es sich hierbei selten um diejenigen, die von diesem Thema betroffen sind. Das ist kein Zufall.

 

Audio: Berlkönig: (Barrierefreie) Taxi-Alternative in Berlin

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/berlkoenig-taxi-alternative-in-berlin

In Berlin ist der Fahrdienstanbieter BerlKönig gestartet. Fahrgäste sollen weniger zahlen als im Taxi – dafür können andere dazu steigen. Zusammen mit Deutschlandfunk Nova hat Raul Krauthausen das Angebot getestet.

 

Die neue Wheelmap.org-App für iOS und Android ist da!

https://news.wheelmap.org/apps/

Wheelmap.org ist eine Online-Karte zum Suchen und Finden rollstuhlgerechter Orte. Wie bei Wikipedia können alle mitmachen und öffentlich zugängliche Orte entsprechend ihrer Rollstuhlgerechtigkeit markieren – weltweit. Dafür nutzt die Wheelmap ein einfaches Ampelsystem.

Hol‘ dir die kostenlose App zum Suchen, Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte!

 

Bundestagsdebatten jetzt bei phoenix mit Untertiteln

https://www.taubenschlag.de/2018/09/bundestagsdebatten-jetzt-bei-phoenix-mit-untertiteln/

Der Ereignis- und Dokumentationskanal phoenix baut seine barrierefreien Angebote aus. Über die Videotextseite 777 können Hörgeschädigte je nach Bedarf die Untertitelung von ausgewählten Sendungen hinzuschalten.

 

Video: Kristina Vogel: „Die Lähmung darf nicht in den Vordergrund rücken“

https://www.sportschau.de/weitere/radsport/video-kristina-vogel-die-laehmung-darf-nicht–in-den-vordergrund-ruecken-100.html

Im ARD-Interview gab die Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben.

 

Video: Historisch: Blinder Celebi schießt „Tor des Monats“

https://www.ndr.de/sport/fussball/FC-St-Pauli-Blindenfussballer-Celebi-schiesst-Tor-des-Monats,celebi106.html

Ein Blindenfußballer hat das „Tor des Monats“ geschossen, was für eine Geschichte! Für Serdal Celebi wird ein Traum war – oder doch nicht? „Bis ich gehört habe, dass ich für das ‚Tor des Monats‘ nominiert worden bin, kannte ich die Aktion gar nicht“, sagt der 34-Jährige.

 

Erste Folgen: Endlich ernst genommen: Vox-Doku „Ich, einfach unvermittelbar?“

https://www.vox.de/cms/sendungen/ich-einfach-unvermittelbar.html

Viele Menschen, die mit Tourette oder Autismus leben, sind besonders intelligent oder empathisch, doch bei der Jobsuche haben sie es oft schwer. Genau hier setzt das neue Vox-Format „Ich, einfach unvermittelbar?“ an – ganz ohne Mitleids-Faktor.

 

Persönliche Assistenz: „Ich bin der Kopf, sie sind meine Hände“

https://ze.tt/leben-mit-persoenlicher-assistenz-ich-bin-der-kopf-sie-sind-meine-haende/

Ziemlich beste Freunde? Nicht wirklich. Anastasia Umrik kann selbständig leben – weil sie auch Arbeitgeberin für ihre Assistentinnen ist.

 

Wenn der Bus wo anders hält

https://lydiaswelt.com/2017/08/07/wenn-der-bus-wo-anders-haelt/

Wenn der Bus nicht an der vorgeschriebenen Haltestelle hält, hat das für blinde Fahrgäste auch mal unerfreuliche Folgen. Lydia Zounek erklärt, warum das so ist und welche Lösungen es gibt.

 

„Ein Testlabor ist eben nicht die Realität“

http://edition.faz.net/faz-edition/rm-hessen/2018-09-14/5b244dddcfe53820601ca3dd6f3dddbd/?GEPC=s2

Blinde sind im Straßenverkehr auf deutliche Geräusche angewiesen, um sich orientieren zu können. Die leisen E-Autos sind für sie eine Gefahr. Was Autobauer an Lösungen bieten, überzeugt sie nicht.

 

So tickt Leonard Grobien!

https://www.rehacare.de/cgi-bin/md_rehacare/lib/pub/tt.cgi/So_tickt_Leonard_Grobien.html?oid=50892&lang=1&ticket=g_u_e_s_t

Leonard Grobien – auch bekannt als Typitus – war ein Teil von #AbilityTube Berlin, dem ersten europäischen Treffen von Influencern mit Behinderung. Und vielleicht haben die fünf deutschsprachigen YouTuber ja in diesem Jahr etwas in Gang gesetzt, was in den kommenden Jahren noch ganz groß wird. Inwiefern er mit seinem YouTube-Kanal schon seiner Profession folgt und was ihm neben Filmen noch am Herzen liegt, erzählt er REHACARE.

 

Video: Ohne Hindernisse – Warum Barrierefreiheit wichtig ist

https://kinder.wdr.de/tv/neuneinhalb/sendungen/rueckschau/2018/sendung-ohne-hindernisse-warum-barrierefreiheit-wichtig-ist100.html

neuneinhalb Reporter Robert verändert heute seinen Blickwinkel auf unsere Welt. Denn die ist vor allem für Menschen ausgelegt, die sich frei und ohne fremde Hilfe in ihr bewegen können. Wer sich aber zum Beispiel schon mal ein Bein gebrochen hat, der weiß: Plötzlich ist es nicht nur bequemer den Aufzug zu nehmen, sondern notwendig! Blöd, wenn der dann kaputt ist – oder noch schlimmer, es gar keinen gibt.

 

Kinder in Deutschland sehen Inklusion unvoreingenommen

https://www.aktion-mensch.de/presse/#/pressreleases/aktion-mensch-umfrage-zum-weltkindertag-2018-zeigt-fuer-kinder-gehoert-inklusion-heute-schon-zur-normalitaet-2692131

Kinder in Deutschland haben laut einer Umfrage keine Vorurteile gegenüber Inklusion. 44 Prozent der Kinder zwischen 6 und 14 Jahren finden es demnach gut, weitere 50 Prozent normal, wenn Kinder mit Behinderung überall dabei sind, wie es in einer heute veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos Observer im Auftrag der Aktion Mensch heißt.

 

Inklusion ist nicht verhandelbar

https://autismuskeepcalmandcaryon.wordpress.com/2016/10/28/inklusion-ist-nicht-verhandelbar/

In den letzten sieben Jahren hätte nun tatsächlich etwas geschehen können. In ganz kleinen Schritten passiert auch etwas. Aber von Gut sind wir noch sehr weit entfernt.

 

Studieren mit Behinderung

https://www.studentenwerke.de/de/behinderung

Menschen mit Behinderungen sollen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung und lebenslangem Lernen haben. Darauf verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention die Vertragsstaaten. Immer mehr Hochschulen und Studentenwerke stellen sich dieser Aufgabe.

 

Sprache prägt das Bewusstsein

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38647

Die dritte Auflage der Schattenübersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist kürzlich vom NETZWERK ARTIKEL 3 veröffentlicht worden. Kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat dazu bei Dr. Sigrid Arnade, Vorstandsfrau im Netzwerk, nachgefragt, was es mit dieser dritten Schattenübersetzung genau auf sich hat.

 

ISL gegen pauschalisierte Einwilligung zur Organspende

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38690

Die bioethische Sprecherin der ISL, Petra Stephan, kritisiert dieses Vorhaben: „Behinderte Menschen, die mit einer Betreuung leben und nicht in der Lage sind, ihren eigenen Wunsch aufgrund von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen mitzuteilen, dürfen keinesfalls dieser automatisierten Einwilligung ausgesetzt werden. Schließlich können sie weder einen Widerspruch noch eine Zustimmung formulieren.“

 

Maggi Fix in Berlin

https://www.grosch.co/2018/09/11/maggi-fix-in-berlin/

Versorgung von Menschen mit geistigen Behinderungen ino Krankenhäusern ist das Thema. Das Problem scheint zu sein, dass diese Behinderten ohne Aufsicht aufschlagen. Wie von der Leine gelassen. Die Lösung ist schnell gefnden. Betreuer sollen im Krankenhaus willkommen sein. Nein, eigentlich haben sie immer da zu sein.

 

13.-23. September in Mainz: Theaterfestival in Mainz „Industrie-Kultur“

https://rollingplanet.net/industrie-kultur-und-welche-rolle-menschen-mit-behinderung-dabei-haben/

Das Theaterfestival in Mainz hat dieses Jahr das Motto „Industrie-Kultur“. Da geht es beispielsweise um stillgelegte Hochöfen. Was das mit inklusivem Theater zu tun hat? Jede Menge, versichern die Macher – „denn wie immer warten hinter den 35 Aufführungen des Festivals auch die großen Fragen: nach dem Wert von Arbeit, den Werten unseres Zusammenlebens, nach Utopien, Identitäten und der Rolle von Menschen mit Behinderung in einer Gesellschaft, in der ,modern‘ meist gleichbedeutend ist mit ,produktiv‘.“

 

19. September – 3. Dezember: Hamburg wird inklusiv

https://www.hamburg.de/skbm/11553308/zeit-fuer-inklusion-vom-19-09-bis-03-12-2018-in-hamburg/

Über 200 inklusive Angebote! Erneut sind viele Hamburgerinnen und Hamburger dem Aufruf der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen gefolgt und haben für die Zeit für Inklusion zahlreiche regelmäßige, mehrfache oder einmalige Angebote gemeldet, die Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen wahrnehmen können. Ein toller Erfolg für Hamburg!

 

20-23. September in Basel: Look & Roll Kurzfilmfestival

https://www.lookandroll.ch/

Alle zwei Jahre präsentiert «look&roll» Beiträge aus aller Welt zum Leben mit Einschränkungen und über menschliche Vielfalt. Behinderung, Alter und das Dasein abseits des Mainstreams sind Themen von hoher Relevanz für unsere Gesellschaft. «look&roll» legt höchsten Wert auf einen respektvollen und ehrlichen Umgang mit Menschen, die «anders» sind. Das gilt auch für die Erschliessung der Filme und Veranstaltungen: inklusive Kultur wird bei «look&roll» seit 2006 konsequent umgesetzt.

 

20.-26. September in Berlin: Human Rights Film Festival

https://www.humanrightsfilmfestivalberlin.de/festival/profile

In der Filmwoche findet im Babylon, im Sputnik Kino und im Hackesche Höfe Kino das Menschenrechtsfilmfestival „Human Rights Film Festival Berlin“ unter der Schirmherrschaft von Ai Weiwei statt.

 

23.-30. September in Berlin: Rent a Dolmi 2018 – gratis Dolmetscher/-innen zum Mitnehmen in Berlin

https://www.taubenschlag.de/2018/09/rent-a-dolmi-2018/

In vielen Bereichen müssen taube Menschen und Gebärdensprachnutzer/-innen Dolmetscher/-innen immer noch selbst bezahlen. Den Dolmetscher/-innen im BGBB e.V. ist es ein wichtiges Anliegen, der Deaf-Community etwas
zurückzugeben. Deshalb dolmetschen sie gleich mehrere Tage lang in vielen Freizeit-Bereichen kostenlos und ehrenamtlich.

 

The Nazis’ First Victims Were the Disabled

https://www.nytimes.com/2017/09/13/opinion/nazis-holocaust-disabled.html

Echoes of the exterminations of the ‘unfit’ carried out by the Third Reich can still be heard today. Must read by Kenny Fries.

 

Every Disabled Person Has A Story About Public Transport Problems – But Why Should We Have To?

https://www.huffingtonpost.co.uk/entry/transport-justice_uk_5b977bf6e4b0cf7b004326fa

The law says our experience should be ‚like that of other passengers’. Well, it is not.

 

Dylan Alcott Wins Sixth Grand Slam, but No One Is Allowed to Watch

http://www.everyaustraliancounts.com.au/dylan-alcott-wins-sixth-grand-slam-no-one-allowed-watch/

There’s something deeply wrong when an Australian champion wins a record sixth Grand Slam victory – and it doesn’t even make the front page of our newspapers.

 

As a person with dwarfism, I feel safer now that ‚midget wrestling‘ events have been cancelled

https://www.independent.co.uk/voices/midget-wrestling-dwarfism-disability-discrimination-a8537351.html

We do not put people who use wheelchairs, people who are deaf or blind, or people with learning difficulties on a stage and laugh at them.

 

Why are disabled actors ignored when it comes to roles like the Elephant Man?

https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/sep/02/disabled-actors-bbc-elephant-man-normalised-exclusion

The BBC’s casting of a non-disabled actor in its remake shows how normalised exclusion is: we need to widen the talent pool

 

Smart Soundscape app rings all the right bells for blind or low vision users

https://news.microsoft.com/en-au/features/smart-soundscape-app-rings-all-the-right-bells-for-blind-or-low-vision-users/

As someone who has lived with blindness his entire life, David Woodbridge has managed to navigate his way around on public transport over the years through trial and error.

 

Technology improves for people with disabilities as firms respond to moral, legal demands

https://eu.usatoday.com/story/tech/columnist/baig/2018/09/10/technology-improves-people-disabilities-firms-respond-moral-legal-demands/835232002/

Increased tech accessibility is needed to break down some of the barriers that prevent or make it difficult for people with disabilities to enter the workforce. In 2017, 18.7 percent of people with a disability were employed, the Bureau of Labor Statistics reported, compared to 65.7 percent for those without a disability. And the unemployment rate for people with a disability was 9.2 percent, more than double the 4.2 percent rate for the rest of the population.

 

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