Raul Krauthausen - Aktivist

Newsletter: Über Vorurteile & Diskriminierung gegenüber behinderten Menschen; Einem Preis für Leichte Sprache und der Kampf gegen die Behindertenwerkstatt. Vom 30. Oktober 2018

Jeden Dienstag gibt es von mir kuratierte Links zu den Themen Inklusion und Innovation. Ihr könnt ihn auch als Newsletter abonnieren. Kein Spam. Versprochen! Hier gibt es die vergangenen Ausgaben.


Video: SRF Kultur – Sternstunde der Nacht: Was ist schon normal?

https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/sternstunde-der-nacht-was-ist-schon-normal

Sie werden verstohlen betrachtet oder gleich offen begafft: Menschen, die ganz anders aussehen und nicht dem entsprechen, was wir als «normal» definieren. Doch was heisst schon «normal»? Fällt die Vielfalt der Optimierung zum Opfer? Und warum fasziniert und irritiert uns das Andere?

 

Video: Vorurteile über Behinderung – Schluss damit!

https://www.youtube.com/watch?v=EbaLDkj6Qhc

“Menschen mit Behinderung haben keinen Sex” – das ist nur eines von vielen Vorurteilen, mit denen sich behinderte Menschen herumärgern müssen. Bei Deutschland3000 reagieren sie darauf – mit einem klaren Appell an die Gesellschaft!

 

Kampagne: #DarüberReden

https://www.darueberreden.de/

Du hast Diskriminierung erlebt? Lass uns #DarüberReden. Denn das ist wichtig, damit sich etwas ändern kann! Erzähle uns, was Du erlebst und hilf mit, Diskriminierung sichtbar zu machen, indem Du den Hashtag #DarüberReden verwendest.

 

speakabled

https://www.johannesmairhofer.de/speakabled/

Die massive Unterrepräsentanz der Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit macht sie gesellschaftlich unsichtbar. Dass Menschen mit Behinderung nicht auf Bühnen sichtbar sind, liegt mit Sicherheit nicht daran, dass es keine fachlich kompetenten Sprecher_innen zum Thema der jeweiligen Bühne gibt. Denn wenn Menschen mit Behinderung dann doch mal auf Bühnen sichtbar sind, sprechen sie sehr oft über ihre Behinderung, und nicht über dass was sie fachlich ausmacht. Johannes Mairhofer ist überzeugt, dass es viele Menschen mit Behinderung gibt, die gerne auf Bühnen stehen und gut und gerne über ihre fachlichen Kompetenzen sprechen. Ganz unabhängig von der jeweiligen Behinderung.

 

Umfrage: Was haben Sie bei der Beantragung von Leistungen erlebt?

https://www.soscisurvey.de/umfrage_erfahrungen_behoerden/

Welche Erfahrungen machen behinderte Menschen und ihre Angehörigen bei der Beantragung von Leistungen? Corinna Rüffer bekommt oft Post, in der ihr Menschen von Problemen berichten. Mit einer Online-Umfrage möchte ihre Fraktion und sie einen besseren Überblick erhalten.

 

Erstmals Preis für Leichte Sprache verliehen

https://rollingplanet.net/erstmals-preis-fuer-leichte-sprache-verliehen/

Der NDR Autor Mark Harenberg hat den Leichte-Sprache-Preis der Universität Hildesheim und der Dudenredaktion erhalten. Ausgezeichnet wurde er für seine Übersetzung der neuen Datenschutzbestimmungen in Leichte Sprache auf NDR.de. Mit dem Preis, der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wurde und mit 1500 Euro dotiert ist, werden Übersetzungen prämiert, die „sprachlich und inhaltlich korrekt, funktional und der Situation angemessen sind“, hieß es in der Ausschreibung.

 

Bayern investiert munter weiter in Werkstätten

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38930

Als ob es die Empfehlungen des Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen nicht gäbe, investiert Bayern weiter in den Neubau von Werkstätten für behinderte Menschen und wird nicht müde dies mittels Pressemitteilungen als gute Tat zu verkünden.

 

Über 210.000 leben in stationären Einrichtungen

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38928

Für Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 ist die Zahl von mehr als 210.000 behinderten Menschen, die in Deutschland trotz vielfältiger Inklusionsdebatten, Aktionsplänen und den ersten Stufen des Bundesteilhabegesetzes immer noch in stationären Einrichtungen leben, erschreckend. „Denn das Leben in einer Einrichtung bedeutet seiner Meinung nach auch immer Anpassungen an den Einrichtungsablauf und Einschränkungen der Teilhabe, die mit Inklusion nicht viel zu tun haben und von der UN-Behindertenrechtskonvention in Artikel 19 so auch weitgehend nicht gedeckt sind. Das bedeutet, dass in Deutschland ungefähr so viele Menschen, die in der Stadt Kassel leben, in sogenannten Heimen untergebracht sind und meist kaum Alternativen für ein Leben außerhalb dieser Einrichtungen haben. Nimmt man diejenigen, die in sogenannten Altenheimen leben dazu, dann sind wir ungefährt bei einer Bevölkerungsgröße des Saarlandes“

 

Bielefelder weigert sich, in Behinderten-Werkstatt zu arbeiten

https://www.lz.de/ueberregional/owl/22281666_Bielefelder-weigert-sich-in-Behinderten-Werkstatt-zu-arbeiten.html

„Ich kann mehr, als nur in einer Werkstatt für Behinderte Tüten mit Schrauben drin zuzukleben.“ Jan Klocke sitzt selbstbewusst mit dem Mikrofon in der Hand auf dem Podium im Bielefelder Ratssaal und erzählt seine Geschichte. 150 Teilnehmer aus ganz Ostwestfalen-Lippe hören bei einem Infotag am Freitag zu, was der 22-jährige Bielefelder zu erzählen hat – über das sogenannte „persönliche Budget“, dass ihm ein selbstbestimmteres Leben erlaubt und das seine Tücken hat.

 

Behindertenbeauftragte fordern höhere Ausgleichsabgabe für Firmen

https://rollingplanet.net/behindertenbeauftragte-fordern-hoehere-ausgleichsabgabe-fuer-firmen/

Betriebe, die zu wenig Behinderte beschäftigen, sollten nach Ansicht der Behindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz und Hessen mehr dafür zahlen müssen. „Das würde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, mehr Menschen mit Behinderung einzustellen“, sagte der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch dem „Mannheimer Morgen“ mit Blick auf die sogenannte Ausgleichsabgabe. Die müssen Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen zahlen, die weniger als fünf Prozent ihrer Stellen mit schwerbehinderten Menschen besetzen.

 

3. Dezember in Berlin: „Arm ab und arm dran – Armutsrisiko Behinderung“

http://www.deutscher-behindertenrat.de/ID223023

Unter dem Titel rückt der DBR mit seiner Veranstaltung am 3. Dezember 2018 in Berlin die enge Wechselwirkung zwischen Armut und Behinderung in den Blick. Denn Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen haben ein deutlich höheres Armutsrisiko. Zudem kann (drohende) Armut auch Erkrankungen und Beeinträchtigungen hervorrufen.

 

Modell zur Beziehung zwischen behindertem Mensch und Assistenz/Pflegekraft

https://wohnsinn.org/blog/ratgeber/218-modell-zur-beziehung-zwischen-behindertem-mensch-und-assistenz-pflegekraft

Eine schwierige Frage, die die Leute hinter Wohnsinn.org sich immer wieder stellen, ist die Frage wie ein Pflegekonzept aussehen kann, dass Selbstbestimmung für Gepflegte ebenso wie für Pflegende ermöglicht.

 

Online-Handbuch: Inklusion als Menschenrecht

http://www.inklusion-als-menschenrecht.de/

Handbuch des Deutschen Instituts für Menschenrechte zeigt, wie sich die Rechte von Menschen mit Behinderungen und ihre gesellschaftliche Teilhabe von der Antike bis zur Gegenwart verändert haben.

 

Wenn Papa ein Handicap hat

https://www.mdr.de/kultur/eltern-handicap-behinderung-100.html

Eine Elternschaft ist auch ohne Behinderung nicht immer leicht. Mit einem Handicap gibt es manchmal ganz andere Probleme. Marion Michel vom Leipziger Verein „Leben mit Handicap“ gibt einen Einblick und berichtet zum Beispiel von den besonderen Herausforderungen für Eltern mit Lernschwierigkeiten.

 

Fahrradfahrer und Blinde – eine fast unendliche Liebesgeschichte

http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2018/04/13/fahrradfahrer-und-blinde-eine-fast-unendliche-liebesgeschichte/

Angeblich soll es ja einen epischen Kampf zwischen Blinden und Fahrradfahrern geben, so ähnlich wie zwischen Highlander und dem anderen Highlander. In Wirklichkeit sind Blinde und Fahrradfahrer die besten Buddies. Deswegen möchte ich hier mit einigen Mythen bei den Fahrradfahrern aufräumen, bevor wir anfangen, uns gegenseitig die Köpfe abzuschlagen.

 

Buchtipp: Ich seh, ich seh was du nicht siehst. Denn ich bin blind

https://www.bizeps.or.at/buchtipp-ich-seh-ich-seh-was-du-nicht-siehst-denn-ich-bin-blind/

Constanze Hill ist Moderatorin, ausgebildeter Coach, unterstützt ihren Vater im Familienunternehmen und ist Mutter zweier Kinder. In ihrem autobiographischen Buch erzählt Hill, die blind geboren wurde, aus ihrem Leben und warum sie niemals sehen möchte.

 

Inklusion: Warum schicken Eltern ihre Kinder auf Förderschulen?

http://blogs.faz.net/blogseminar/inklusion-warum-schicken-eltern-ihre-kinder-auf-foerderschulen/

Die Inklusion an Schulen ist zum Kampflatz geworden. Der Trend geht hin zur Förderschule. Aber kann die Debatte fair geführt werden, solange an Regelschulen bei den Ressourcen gespart wird?

 

UN-Behindertenrechtskonvention – Inklusion im internationalen Vergleich

https://www.deutschlandfunk.de/un-behindertenrechtskonvention-inklusion-im-internationalen.680.de.html?dram:article_id=431227

2008 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Seitdem wurde über das gemeinsame Lernen von Menschen mit und ohne Handicap viel gestritten, nicht nur in Deutschland. In Paris haben sich nun internationale Bildungsexperten getroffen, um sich über Fortschritte und Schwierigkeiten auszutauschen.

 

Google Maps mit sinnvoller Hilfe: Kartendienst zeigt neue Infos zu 40 Millionen Orten

https://www.chip.de/news/Google-Maps-mit-sinnvoller-Hilfe-Kartendienst-zeigt-neue-Infos-zu-40-Millionen-Orten_151391681.html

In einer großangelegten Kampagne hat Google Informationen über Barrierefreiheit zu Google Maps hinzugefügt. Dafür fragte der Konzern Menschen auf der ganzen Welt, ob Orte Rollstuhlgerecht sind. Nun feiert Google 40 Millionen entsprechende Einträge und will die restlichen Lücken füllen. In Deutschland sind diese teilweise noch groß – doch jeder kann mithelfen.

 

Weitere Beiträge entstanden durch die Unterstützung zahlreicher Supporter auf SteadyHQ.com. Hier kannst auch du mich bei meiner Arbeit unterstützen: Unterstütze mich auf Steady

1 Enlightened Reply

Trackback  •  Comments RSS

Sites That Link to this Post

  1. 5 Tage später – speakabled. | 1. November 2018

    Post a Reply

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Top
    %d Bloggern gefällt das: