Raul Krauthausen - Aktivist

Newsletter: Von Body Shaming über Body Positivity zu Body Neutrality; 60 Jahre Lebenshilfe: Fürsorge oder Ausgrenzung?; GdB in Gefahr! Warum die Pläne der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung von Nachteil sind. Vom 27. November 2018

Jeden Dienstag gibt es von mir kuratierte Links zu den Themen Inklusion und Innovation. Ihr könnt ihn auch als Newsletter abonnieren. Kein Spam. Versprochen! Hier gibt es die vergangenen Ausgaben.


Silvio Meier-Preis: Ein wichtiger Preis gegen Rechts

https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/aktuelles/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.758605.php

Verliehen wurde der Preis am Todestag von Silvio Meier. In diesem Jahr hat das Bezirksamt Raul Aguayo-Krauthausen und den Verein Initiative Togo Action Plus feierlich im Jugend(widerstands)museum an der Rigaer Straße ausgezeichnet.

 

Body Shaming – Body Positivity – Body Neutrality

https://raul.de/allgemein/body-shaming-body-positivity-body-neutrality/

Schöheitsideale wechseln – aber eines bleibt gleich: Wer den aktuellen Idealen nicht entspricht, hat es schwer, fühlt sich falsch, lebt oft mit einem andauernden Gefühl der Unzulänglichkeit und entwickelt nicht selten Selbsthass. Ein Text von Suse Bauer und mir.

 

60 Jahre Lebenshilfe – Fürsorge, Ausgrenzung – oder beides?

https://www.deutschlandfunk.de/60-jahre-lebenshilfe-fuersorge-ausgrenzung-oder-beides.862.de.html?dram:article_id=433789

Es begann als Eltern-Initiative: Damit Eltern geistig behinderter Kinder Unterstützung erhielten, wurde im November 1958 die Lebenshilfe gegründet. Ihr Engagement ist weithin anerkannt. Doch der Streit darüber, welche Hilfe wirklich der Inklusion dient – und wo behinderte Menschen doch nur weiter vom gesellschaftlichen Leben ferngehalten werden, hält an.

 

Licht und Schatten bei den Inklusionstagen

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39104

Nachdem es letztes Jahr bei den Inklusionstagen hauptsächlich um den Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus ging und Projekte aus anderen Ländern vorgestellt wurden, stand dieses Mal die Digitalisierung im Mittelpunkt. Und wie auch beim letzten Mal gab es im Vorfeld der Inklusionstage Stimmen, die kritisierten, dass mit dieser Schwerpunktsetzung viele der derzeit brennenden behindertenpolitischen und aktuellen Fragen unter den Tisch fallen oder gar gekehrt werden könnten. Die Beschäftigung mit der Digitalisierung sozusagen als Ablenkungsmanöver von all dem, was die Regierung derzeit noch nicht geregelt bekommt und dringend zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention tun müsste? Diese Kritik im Vorfeld war nicht nur wichtig, sondern vielleicht auch ausschlaggebend dafür, dass die verschiedenen aktuellen Themen immer wieder angesprochen wurden und deutlich gemacht wurde, dass ein inklusives Leben nicht nur digital und im virtuellen Raum, sondern auch im ganz praktischen Leben stattfinden und sichergestellt werden muss.

 

Digitalisierung darf für behinderte Menschen weder zur Entmenschlichung noch zum Zwang führen

http://isl-ev.de/index.php/aktuelles/nachrichten/2134-digitalisierung-darf-fuer-behinderte-menschen-weder-zur-entmenschlichung-noch-zum-zwang-fuehren

Anlässlich der in dieser Woche veranstalteten Inklusionstage 2018 zum Thema INKLUSIV DIGITAL durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), warnt das neugewählte Vorstandmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) Horst Frehe vor einem Digitalisierungswahn: „Es ist zu befürchten, dass behinderte Menschen zum Opfer der Optimierungsbestrebungen in der Pflegebranche und in der Behindertenhilfe werden,“ warnt Frehe und verlangt: „Pflegeroboter und Verwaltungssoftware in Heimen und Werkstätten dürfen nicht zur Entmenschlichung führen!“

 

Erfolgreicher Protest für Assistenz in Düren

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39090

Eine engagierte Demonstration für die nötige Persönliche Assistenz und damit für die Menschenrechte für Birgit Kalwitz mit der Übergabe von über 57.000 Unterschriften für eine Petition bei change.org fand gestern vor und in der Kreisverwaltung Düren statt. Das Plakat mit der Aufschrift „Zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig“ beschreibt die Situation der 48Jährigen treffend. Am Ende zeigte die Demonstration und die vielen Aktivitäten Erfolg. Der Landrat versprach, dass Birgit Kalwitz nach über drei Jahren Kampf vor Gericht endlich die benötigte Assistenz bekommen soll.

 

Inklusionspodcast Folge 18 mit Birgit Kalwitz über #BehördeWürdelos

https://inklusions-podcast.de/2018/11/25/inklusions-podcast-ipc18-mit-birgit-kalwitz-demo-behoerdewuerdelos-in-dueren/

Letzte Woche fand in Düren eine Demo zur Kampagne #BehördeWürdelos statt, die sich mit einen weiteren vermeintlichen “Einzelfall” im Zusammenhang mit verweigerten Assistenz- und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen beschäftigt.

 

GdB in Gefahr! Warum die Pläne der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung von Nachteil sind

https://www.sovd-sh.de/2018/11/20/gdb-in-gefahr-warum-die-plaene-der-bundesregierung-fuer-menschen-mit-behinderung-von-nachteil-sind/

Die neuesten Pläne der Bundesregierung, die Verordnung zu ändern, geben aber Anlass zur Sorge. Der Sozialverband appelliert an die Verantwortlichen, den Änderungen in dieser Form nicht zuzustimmen!

 

Weibernetz fordert barrierefreie Frauenhäuser und Beratungsstellen

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39123

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz die Finanzierung von Barrierefreiheit für Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen.

 

ARTE-Schwerpunkt: Kurzfilme „Wir sind alle anders“

https://www.arte.tv/de/videos/079479-007-A/kurzschluss/

Alle zwei Jahre präsentiert das Baseler Festival look&roll Kurzfilme über das Leben mit Einschränkungen und Behinderungen. Kernbotschaft ist der respektvolle Umgang mit Menschen, die „anders“ sind. Aber wo fängt Anderssein an? Arte zeigt: „Das stille Kind„, „Ich mach’s, wo du willst“ und „Zoom – Unsichtbar„.

 

Bloß nicht auffallen!

https://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=16109&catid=101&Itemid=84

Cripping up – Was problematisch daran ist, wenn Schauspieler ohne Behinderung Rollen mit Behinderung spielen

 

Warum soll E-Sport kein anerkannter Verbandssport sein?

https://rollingplanet.net/warum-soll-e-sport-kein-anerkannter-verbandssport-sein/

Der Deutsche Behindertensportverband hat mit seiner Einschätzung eine Kontroverse unter Menschen mit Behinderung augelöst. Auch Heinrich Popow meldet sich zu Wort.

 

Journal für Psychologie: Disability Studies

https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/70

Der Themenschwerpunkt greift Forschungsperspektiven auf Behinderung und chronische Krankheit auf, wie sie seit etwa drei Jahrzehnten in den Disability Studies verfolgt werden. Für die Disability Studies ist die Unterscheidung von individueller Beeinträchtigung (impairment) und gesellschaftlich ausgrenzender Behinderung (disability) zentral. Behinderung wird nicht durch die Beeinträchtigung, sondern als durch die jeweiligen gesellschaftlichen Umstände verursacht verstanden. Aus diesem Forschungsverständnis heraus legen die Disability Studies besonderen Wert darauf, dass behinderte Menschen selbst forschen oder als Lai/innen partizipativ an Forschung beteiligt werden.

 

Das Problem bei der schulischen Inklusion

https://rollingplanet.net/das-problem-bei-der-schulischen-inklusion/

Eine Studie belegt: Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist akzeptiert – aber es fehlt an Personal.

 

Warum es so wichtig ist, dass AutistInnen, Fachleute und Eltern zusammenarbeiten

https://ellasblog.de/warum-es-so-wichtig-ist-dass-autistinnen-fachleute-und-eltern-zusammenarbeiten/

AutistInnen, Fachleute und Eltern müssen zusammenarbeiten, ihr Wissen und ihre Erfahrung kombinieren, offen füreinander sein, sich nicht gegenseitig ausgrenzen und Respekt voreinander haben.

 

Die fabelhafte Welt der Amelos

http://zweiterfebruar.blogspot.com/2018/11/die-fabelhafte-welt-der-amelos.html

Wenn man sich als Rollstuhlfahrer auf social Media zuziehen gibt, lockt das gerne fragwürdige Personen an. Amelie Ebener nennt sie beim Namen: Männer, die sich einen wichsen auf deine Bilder im Rollstuhl. Männer, die geil werden, wenn sie deine gelähmten Beine sehen. Männer, die einen steifen bekommen, wenn man sagt man sitzt im Rollstuhl. Kurz: Rollstuhlfetischisten. Amelos genannt.

 

Von Behinderten inspierierte Erfindungen

http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/2018/11/25/von-behinderten-inspierierte-erfindungen/

Eine ganze Reihe von Erfindungen oder Entwicklungen wurden durch Behinderte inspiriert oder durch sie vorweggenommen. In diesem Beitrag stellt Domingos de Oliveira einige vor.

 

OrCam MyEye 2.0, mehr Schein als Sein

https://merkst.de/orcam-myeye2-schein/

Jetzt ist es einige Monate her, dass Stephan Merk sich die OrCam MyEye 2.0 gekauft hat und sie konnte sich im Alltag versuchen, zu bewähren. Oder sie musste es, schaffte es allerdings nicht. Seine Befürchtung, dass die emotionalen Schwurbeleien des Herstellers irgendwann wie eine Seifenblase platzen, wurde leider erfüllt. Nicht nur bei ihm, sondern auch bei anderen vollblinden Personen, denen er die OrCam MyEye 2.0 anlegte.

 

Gleichberechtigung: Sind Frauen behindert?

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gleichberechtigung-sind-frauen-behindert-a-1239426.html

Hartnäckig halten sich die Einwände gegen eine Frauenquote und lassen auch für die Zukunft nix Gutes hoffen. Das gilt übrigens auch für die Politikerinnen in diesem Land – mit einer Ausnahme.

 

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