Wenn die Hilfsmittel versagen

In meinem Alltag spielen der PC und mein Smartphone eine wichtige Rolle. Alles was sich ein normal sehender Mensch auf einem Blatt Papier notieren kann, schreibe ich mit Hilfe meiner Elektronik auf. Ebenso verhält es sich mit Texten, die ich ebenfalls digital lese und bearbeite. Und solange diese funktionieren, ist das für mich eine große Hilfe und Lebensqualität.

Vor zehn Tagen habe ich mir mein Office 2013 zerschossen. Ich konnte nicht mehr nachvollziehen wie ich das gemacht hatte. Fakt war, dass ich es neu aktivieren musste. Und das möglichst schnell. Denn ich schreibe meine gesamten Dokumente auf dem PC über Word und verwalte meine E-Mails über Outlook. Tja, und da ich solche Dinge immer gründlich mache, hatte ich auch den Lizenzschlüssel so gut versteckt, dass ich ihn selbst nicht mehr finden konnte. Okay, so dachte ich mir, kaufst Du Dir mal einen Key über EBay, gibst ihn ein, und schon hast Du wieder eine aktive Lizenz. Gesagt getan. Ich fand einen Schlüssel, der mir nach Zahlung per E-Mail zugeschickt wurde, gab diesen ein, und startete die Aktivierung. Daraufhin bekam ich eine Fehlermeldung. So, und da ich irgendwie nicht damit klar kam, suchte ich mir sehende Hilfe und versuchte es noch einmal. Nein, ging nicht. Jetzt versuchte ich es mit der telefonischen Aktivierung, quälte mich durch die Tiefen einer musikalisch geprägten Warteschleife, und hatte später einen Mitarbeiter von Mikrosoft. Dieser prüfte den gekauften Schlüssel, und erklärte mir, dass dieser nicht für Europa zugelassen war. Der Spaß hatte mich viele Stunden gekostet. Dementsprechend sauer war ich auf den Verkäufer, der mir dann noch erklären wollte, dass die Mitarbeiter des Support nicht daran interessiert seien mir zu halfen, sondern mir was  zu verkaufen. Kurz, letztlich konnte ich den Kauf wieder rückgängig machen.

Dasselbe Spiel wiederholte sich zwei Tage später, als ich noch mal einen Schlüssel kaufte, und sich wieder heraus stellte, dass eben dieser Schlüssel ausschließlich für den asiatischen Raum gültig sei. Auch hier diskutierte ich lang und breit mit dem Händler, bis ich mein Geld wieder hatte. Jetzt schaute ich mir die entsprechenden Händler genauer an, und beschloss künftig die Finger davon zu lassen. Denn inzwischen hatten wir eine Woche später. Und während dieser Zeit konnte ich nur mit meinem Smartphone bzw. iPad arbeiten. Und das während einer terminlichen Großkampfwoche. Ganz oft musste also Plan B her.

Seit heute, zehn Tage später, funktioniert mein Office Paket wieder. Und vielleicht braucht es solche Erlebnisse, um die Hilfsmittel, mit denen man täglich arbeitet, schätzen zu lernen.

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