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Behinderung und Medien: Sind wir eine Nachricht wert?

Donnerstag, 1. Dezember 2016 von 19:30 bis 22:00

„Trotz ihres Schicksals ist sie schwanger!“, die „Helden von Rio!“ oder auch „Sie leidet im Rollstuhl.“ Wann berichten Medien über Behinderung? Wann sind sie eine Überschrift und einen ganzen Artikel wert?

Menschen mit Behinderungen fordern immer wieder: „Nichts über uns, ohne uns!“ Recht haben sie. Wie geht man jedoch mit Themen rund um Behinderung und Inklusion um, wenn keine Menschen mit Behinderungen in den Redaktionen sitzen?

Die taz diskutiert mit Aktivist_innen mit Behinderungen und Medien-macher_innen (noch) ohne Behinderungen zu dem Thema: Wann sind „wir“ eine Nachricht wert? Während dessen erwarten wir die gedruckte Ausgabe der taz.mit behinderung. Die Ausgabe erscheint am 2. Dezember am Kiosk und ist Ergebnis einer freundlichen Übernahme der taz durch die Leidmedien.de. Das Projekt der Berliner Sozialhelden ist ein Onlineportal für Journalist_innen und bietet seit vier Jahren Tipps für klischeefreie Sprache.

Es diskutieren:

Judyta Smykowski (Leidmedien.de),

Ninia La Grande (Bloggerin),

Barbara Fickert (Blindgängerin)

Moderation: Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin

Der Eintritt ist frei. Das Café ist barrierefrei zugänglich, die Veranstaltung wird simultan in Gebärdensprache übersetzt.

Bild: Kay Nietfeld/dpa

Details

Datum:
Donnerstag, 1. Dezember 2016
Zeit:
19:30 bis 22:00

Veranstalter

taz. die tageszeitung

Veranstaltungsort

Tazcafé
Rudi-Dutschke-Straße 23
Berlin, 10969 Germany

Sie hätten mich gerne auf Ihrer Veranstaltung?

Wenden Sie sich einfach an The London Speaker Bureau Germany.


  • Für meine Vorträge und Teilnahme an Podien nehme ich immer ein Honorar, denn unsere Arbeit als Expert*innen in eigener Sache ist nicht umsonst.
    • Wenn es mehrere Redner*innen gibt, sollten alle gleich, also unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad, bezahlt werden.
    • Wenn ich der einzige Sprecher bin, ist das Honorar abhängig vom Ort, den Ticketpreisen, den Einnahmen und dem Zweck der Veranstaltung.
    • Wenn es meine Zeit erlaubt, ich einen Sinn in meiner Teilnahme sehe, und die Veranstalter*innen keine Honorare zahlen können, verzichte ich ggf. auf ein Honorar. Dann sollte aber die Konferenz auch von einer gemeinnützigen Organisation betrieben werden und die Tickets kostenlos bzw. sehr günstig sein.

Events oder Konferenzen, auf denen es nur männliche Sprecher oder Vortragsredner gibt, meide ich.

  • Wenn Sie auf der Suche nach Expertinnen oder Sprecherinnen für Ihre Veranstaltung sind, empfehle ich Ihnen einen Blick in die Datenbank von London Speaker Bureau oder von speakerinnen.org.
  • Laden Sie mehr als einen Menschen ein, der einer Minderheit angehört, damit ich nicht der einzige Mensch z.B. mit Behinderung bin! Diversifizieren Sie die Panels nach Nationalität, Geschlechtsidentität, Ausdruck und Orientierung, körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit usw. Die meisten problematischen Panels, die ich kenne, sind buchstäblich alle weiß, älter, männlich, heterosexuell, nicht behindert.
  • Laden Sie nicht nur marginalisierte Menschen ein, die über ihre Erfahrungen mit der Marginalisierung sprechen, sondern auch zu anderen Themen reden.
  • Ich rede darüber, was mir wichtig ist. D.h. ich werde Haltung zeigen, mich kritisch äußern und klar gegen Ausgrenzung positionieren. Mit Menschen, die für Ausgrenzung argumentieren werde ich auf keinem Podium sitzen.

Für eine barrierefreie Kommunikation mit den Teilnehmer*innen und Gästen Ihrer Veranstaltung, empfiehlt es sich, die Veranstaltung in Gebärdensprache dolmetschen zu lassen.

  • Der Bundesverband der GebärdensprachdolmetscherInnen Deutschlands leitet Dolmetscher*innen-Anfragen an ihre Mitarbeiter*innen weiter.
  • Erwägen Sie, die Veranstaltung live zu untertiteln. Das hilft nicht nur schwerhörigen Menschen, sondern auch allen, die Fokussierungsprobleme haben und schriftliche Informationen besser verarbeiten; außerdem Nicht-Muttersprachler*innen und Menschen, die für zwei Sekunden abgelenkt wurden.
  • Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie ihr Event inklusiver, barrierefreier und vielfältiger gestalten können, bietet Ihnen unsere Plattform Ramp-Up.me Tipps & Tricks.