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Wenn die Drehtür zur Herausforderung wird – Warum uns Barrierefreiheit alle angeht und was wir bei Veranstaltungen optimieren können.

Mittwoch, 8. März 2017 von 15:00 bis 16:00

Raul Krauthausen ist Gründer des Berliner Sozialhelden e.V., Aktivist nicht trotz, sondern mit seinem Rollstuhl, Bundesverdienstkreuzträger und Ashoka-Fellow. Er setzt sich für die Abschaffung von Barrieren in den Köpfen und in der Umwelt ein. Bekannt wurde Krauthausen und sein Verein durch das Projekt Wheelmap.org: mehr als 700.000 öffentliche zugängliche Orte wurden mit der App bereits weltweit bezüglich ihrer Rollstuhlgerechtigkeit bewertet.
Die Presseberichte über die App hatten allerdings manchmal einen unschönen Unterton: Mitleid für Krauthausens Situation. Er sei an den Rollstuhl gefesselt, er leide an der Glasknochenkrankheit.
Um etwas gegen diese sprachlichen Bilder in den Medien zu tun, rief der Verein das Projekt „Leidmedien.de“ ins Leben. Das Portal setzt sich mit der Sprache über Behinderung in den Medien auseinander und gibt dazu Workshops in den Medienhäusern.
Durch die Bekanntheit wurde Krauthausen deutschlandweit eingeladen, um über seine Projekte und das Leben mit Behinderung zu sprechen. Doch es kam vor, dass die Bühnen, auf denen er sprechen sollte, mit seinem Rollstuhl nicht zugänglich waren. Also entwickelte er mit seinem Team ein weiteres Projekt, damit auch die Veranstaltungen, zu denen er und andere Betroffene eingeladen sind, barrierefrei werden: www.ramp-up.me
In seinem Vortrag skizziert Krauthausen, was einen barrierefreien Veranstaltungsort ausmacht, welche technischen Lösungen es für eine barrierefreie Kommunikation gibt und wie man möglichst ein vielfältiges Redner*innenteam zusammenstellt.

Details

Datum:
Mittwoch, 8. März 2017
Zeit:
15:00 bis 16:00
http://www.itb-kongress.de/de/Programm/Suche/Eventdetail.jsp?eventDateId=439548

Veranstaltungsort

ITB Berlin, Kongress Halle 7.1a, Saal New York 3

Sie hätten mich gerne auf Ihrer Veranstaltung?

Wenden Sie sich einfach an Barbarella.


  • Für meine Vorträge und Teilnahme an Podien nehme ich immer ein Honorar, denn unsere Arbeit als Expert*innen in eigener Sache ist nicht umsonst.
    • Wenn es mehrere Redner*innen gibt, sollten alle gleich, also unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad, bezahlt werden.
    • Wenn ich der einzige Sprecher bin, ist das Honorar abhängig vom Ort, den Ticketpreisen, den Einnahmen und dem Zweck der Veranstaltung.
    • Wenn es meine Zeit erlaubt, ich einen Sinn in meiner Teilnahme sehe, und die Veranstalter*innen keine Honorare zahlen können, verzichte ich ggf. auf ein Honorar. Dann sollte aber die Konferenz auch von einer gemeinnützigen Organisation betrieben werden und die Tickets kostenlos bzw. sehr günstig sein.

Events oder Konferenzen, auf denen es nur männliche Sprecher oder Vortragsredner gibt, meide ich.

  • Wenn Sie auf der Suche nach Expertinnen oder Sprecherinnen für Ihre Veranstaltung sind, empfehle ich Ihnen einen Blick in die Datenbank von Barbarella oder von speakerinnen.org.
  • Laden Sie mehr als einen Menschen ein, der einer Minderheit angehört, damit ich nicht der einzige Mensch z.B. mit Behinderung bin! Diversifizieren Sie die Panels nach Nationalität, Geschlechtsidentität, Ausdruck und Orientierung, körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit usw. Die meisten problematischen Panels, die ich kenne, sind buchstäblich alle weiß, älter, männlich, heterosexuell, nicht behindert.
  • Laden Sie nicht nur marginalisierte Menschen ein, die über ihre Erfahrungen mit der Marginalisierung sprechen, sondern auch zu anderen Themen reden.
  • Ich rede darüber, was mir wichtig ist. D.h. ich werde Haltung zeigen, mich kritisch äußern und klar gegen Ausgrenzung positionieren. Mit Menschen, die für Ausgrenzung argumentieren werde ich auf keinem Podium sitzen.

Für eine barrierefreie Kommunikation mit den Teilnehmer*innen und Gästen Ihrer Veranstaltung, empfiehlt es sich, die Veranstaltung in Gebärdensprache dolmetschen zu lassen.

  • Der Bundesverband der GebärdensprachdolmetscherInnen Deutschlands leitet Dolmetscher*innen-Anfragen an ihre Mitarbeiter*innen weiter.
  • Erwägen Sie, die Veranstaltung live zu untertiteln. Das hilft nicht nur schwerhörigen Menschen, sondern auch allen, die Fokussierungsprobleme haben und schriftliche Informationen besser verarbeiten; außerdem Nicht-Muttersprachler*innen und Menschen, die für zwei Sekunden abgelenkt wurden.
  • Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie ihr Event inklusiver, barrierefreier und vielfältiger gestalten können, bietet Ihnen unsere Plattform Ramp-Up.me Tipps & Tricks.

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