Raul Krauthausen - Aktivist

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#NichtMeinGesetz! Behinderte protestieren mit Ankett-Aktion gegen die aktuelle Behindertenpolitik der großen Koalition. Pressereaktionen vom 11. und 12. Mai 2016

Demonstranten
Unter dem Motto #NichtMeinGesetz! haben sich über Nacht AktivistInnen am Reichtagsufer angekettet. Sie fordern Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft und beim Teilhabegesetz mehr Geld für Assistenz.

Im Mai Woche wurde nach langen Verhandlungen ein erster Referententwurf zu einem Bundesteilhabegesetz veröffentlicht. Was die Regierungsparteien als „Meilenstein” bezeichnen, ist für viele Menschen mit Behinderungen noch lange kein gutes Teilhabegesetz. Unter dem Schlagwort #NichtMeinGesetz rufen Aktivisten zum Protest auf:

Der Referentenentwurf geht nicht weit genug auf die Forderungen von Menschen mit Behinderungen ein, es drohen sogar Verschlechterungen. Einige können zukünftig zwar mehr als 2.600 Euro sparen, aber diejenigen, die auch auf Hilfe zur Pflege angewiesen sind, werden nach wie vor arm gehalten

erklärt Raul Krauthausen, einer der Initiatoren des Protestes.

Aktuell geht es den Aktivistinnen und Aktivisten auch darum, dass private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden, was die CDU/CSU und SPD Fraktionen bisher vehement ablehnen. Das Gesetz zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts wurde bereits am Donnerstag, den 12. Mai 2016, im Deutschen Bundestag verabschiedet. Damit haben behinderte Menschen auch weiterhin so gut wie keine Handhabe, um gegen Barrieren beim Bäcker, in Geschäften, Restaurants, Cafés oder Kinos vorgehen zu können.

Dieses Gesetz war die Nagelprobe für die Regierungskoalition, ob sie es mit den Rechten behinderter Menschen wirklich ernst meinen

Von den aktuellen Gesetzesvorhaben sind laut Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mehrere Millionen Menschen betroffen. Die Einbeziehung behinderter Menschen in die Gesetzgebungsverfahren hätten bisher kaum Wirkung gezeigt. Ganz im Gegenteil man müsse nun sogar gegen Verschlechterungen kämpfen.

Presseclippings

Die Medien berichteten ausführlichst:

Livestream ZDF heuteplus


Der Bundesregierung schien es ziemlich egal zu sein:

Wie weiter?

Nun heißt es, weiterkämpfen, das Motto: „Nichts über uns, ohne uns“ gilt jetzt erst recht.
Unterzeichnet unsere Petition und erzählt den Medien Eure Geschichten!

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Umstrittenes Teilhabegesetz Warum die Einkommensgrenze Behinderte benachteiligt – Stern TV vom 4. Mai 2016

Wer als behinderter Mensch Hilfe zur Bewältigung des Alltags benötigt, darf weder gut verdienen, noch Rücklagen schaffen. Ein neues Teilhabegesetz soll die Situation der Betroffenen verbessern. Einige Beispiele zeigen aber, dass auch der neue Entwurf an ihren Bedürfnissen vorbeigeht.

Nancy Poser und Raul Krauthausen bei Stern TV zu Gast.

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Blogger mit Behinderungen – NDR Kulturjournal vom 2. Mai 2016

Viele körperlich behinderte Menschen wie Raul Krauthausen oder Anastasia Umrik erklären ihre und unsere Welt im Internet. Das ist auch für nicht Behinderte spannend und erhellend.

„Darf ich fragen, was du hast? Ach so, Glasknochen. Ja, das kenne ich aus dem Fernsehen.“ „Kannst du Sex haben?“ „Ist deine Freundin auch so klein wie du?“ Es sind Fragen, die Raul Krauthausen nicht mehr hören kann. Zu intim, zu abgedroschen und ignorant. Und doch kriegt er sie oft gestellt. Vielen Nicht-Behinderten, so scheint es, fehlen die richtigen Worte für das, was nicht ihrer Norm entspricht.

Es geht Raul Krauthausen auch um Sprache: „In den Medien zum Beispiel liest man tagtäglich Aussagen wie ‚an den Rollstuhl gefesselt‘. Dabei sind Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, ja alles andere als gefesselt. Der Rollstuhl bedeutet für sie Freiheit und Unabhängigkeit. Was wir reflektieren müssen, ist diese Annahme, dass Behinderung immer etwas Negatives ist, aber ohne es gleichzeitig schönzureden.“

Behinderte sind zum Armsein verdonnert
Raul Krauthausen ist es gewohnt, die Barrieren im Alltag zu umgehen. Schwieriger ist es mit den Barrieren in den Köpfen – und in der Politik. Trotz Teilhabegesetz sind Behinderte in Deutschland zum Armsein verdonnert.

Menschen mit Behinderungen, die auf Assistenz angewiesen sind, dürfen kein Vermögen ansparen, das über 2.600 Euro geht. Alles darüber hinaus würde der Staat sofort einziehen, mit der Begründung, er bezahle ja die Assistenz.

Aufklärung per Blog hat großen Zulauf
Soziale Ungerechtigkeiten und verkrampfter Umgang mit Behinderten – darüber bloggt „Rollstuhlaktivist“ Raul schon lange. Wer sich für Inklusion interessiert, landet früher oder später auf seiner Seite www.raul.de.

Das Internet macht es Menschen mit Behinderungen wesentlich leichter, sich Gehör zu verschaffen, in klassischen Medien ist das viel schwerer. „Die tauchen ja im medialen Alltag so gut wie gar nicht auf. Vor allem können auch Nicht-Behinderte ihre Ängste und Vorurteile ablegen.“

Auch Anastasia Umrik bloggt über das Leben mit Behinderung – und über viele andere Themen.
Auch Anastasia Umrik gehört zu der Szene von Bloggern, die auch – aber nicht nur – über das Leben mit Behinderung schreiben. Ihr Artikel „Die behinderte Bachelorette“ etwa ist eine TV-Parodie aus ungewohnter Perspektive.

Wie wäre es, wenn in einer Sendung wie „Der Bachelor“ plötzlich eine Frau im Rollstuhl auftauchen würde, fragt sie sich: „Ich hab in diesem Artikel einfach ein paar Dinge zusammengebracht. Zum einen habe ich auch dargestellt, wie es sein würde, wenn ich auf eine Party gehe. Wenn ich am Buffet stehe. Worauf achte ich denn überhaupt, wenn ich irgendwo reinkomme? Ich kritisiere damit natürlich auch die Medien, dass über sowas gar nicht erst nachgedacht wird, man sieht da immer noch viel zu wenig Menschen mit Behinderung in den Medien. In solchen Formaten sowieso. Gott sei Dank, einerseits, vielleicht aber auch schade. Warum eigentlich nicht?“

Anastasia braucht ständige Hilfe – und leitet einen Modeversand
Die junge Frau braucht rund um die Uhr Hilfe von Assistentinnen. Und spannt diese auch schon mal für den Modeversand ein. Anastasia leitet zusammen mit einer Freundin das Designlabel InkluWas. Mit Logos in Gebärdensprache etwa wollen sie Zeichen für Vielfalt setzen. Ihren eigenen Weg musste Anastasia sich erst erkämpfen.

Bis sie 16 war ging sie auf eine Sonderschule, hatte kaum Kontakte zu Nichtbehinderten. Erst in der Ausbildung ging für sie das echte Leben los. Wie man Hürden meistert, die viele Menschen gar nicht kennen, beschreibt sie in ihrem Blog. Sie versteht ihn als ihren Beitrag zur Inklusion: „Weil ich über Welten und Erlebnisse erzähle, die anderen Menschen ohne Behinderung verborgen bleiben. Das sind einfach alles so intensive Punkte, die viele Menschen nicht erleben und die durch mich neue Welten kennenlernen dürfen.“

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KRAUTHAUSEN – face to face: Maximilian Dorner, Autor

In der Sendung „KRAUTHAUSEN – face to face“ lade ich als Moderator Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Medienleute mit und ohne Behinderung zum Talk ein. In “face to face”-Gesprächen tausche ich mich mit einem jeweiligen Gast über künstlerisches Schaffen, persönliche Interessen und Lebenseinstellungen aus. Und natürlich geht es auch ab und zu um das Thema Inklusion.

Als vierten Gast hatte ich den Autoren und Schauspieler Maximilian Dorner zu Besuch:

Maximilian Dorner – das kulturelle Multitalent: Schriftsteller aus Leidenschaft, Regisseur, Dramaturg, Radiomoderator, Schauspieler, Hochschul-Dozent, Kulturreferent, inszenierte eine Oper, erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis – und ist zudem noch Käptn Wheelchair.

Weitere Informationen zu Maximilian Dorner: www.maxdorner.de

Erstausstrahlung: 16.04.2016, 9.30 Uhr, Sport 1

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„Lass dir von niemandem sagen, was du kannst oder nicht kannst“ – unterwegs mit ze.tt am 24. März 2016

Jeder zehnte Mensch in Deutschland hat eine Behinderung – aber warum nehmen wir Menschen mit Behinderung in unserem Alltag so selten wahr? Ze.tt hat mit mir über Inklusion und Barrierefreiheit gesprochen.

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Über Barrieren im Alltag – ZDF heutplus vom 15. März 2016

Aufhören, ÜBER Menschen mit Behinderung zu reden. Anfangen, MIT ihnen zu reden, fordert Aktivist und Schauspieler Raul Krauthausen in der ZDF heuteplus-Serie: ‪#‎Barriere, Diskriminierung im Alltag.

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„Jung & Naiv“ über die Notwendigkeit eines guten #Teilhabegesetz

Mitte Januar durfte ich mit Tilo Jung von Jung & Naiv über die andauernde Sonderstellung von Menschen mit Behinderung in Deutschland und über die Notwendigkeit eines guten Teilhabegesetzes sprechen.

Jeder Zehnte in unserer Gesellschaft hat eine Behinderung, aber nicht jeder zehnte in unserem Freundeskreis ist behindert. Das heißt: Irgendwo müssen die ja sein! Wir werden versteckt. In Sondereinrichtungen. Wir werden in Behindertenwerkstätten beschäftigt, in Heime gepackt, weil wir sonst zu teuer sind, wenn wir alleine wohnen wollen…

Für ein Recht auf Sparen und gleiches Einkommen für Alle!

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KRAUTHAUSEN – face to face: Ninia LaGrande, Poetry Slammerin

In der Sendung „KRAUTHAUSEN – face to face“ lade ich als Moderator Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Medienleute mit und ohne Behinderung zum Talk ein. In “face to face”-Gesprächen tausche ich mich mit einem jeweiligen Gast über künstlerisches Schaffen, persönliche Interessen und Lebenseinstellungen aus. Und natürlich geht es auch ab und zu um das Thema Inklusion.

Als dritten Gast hatte ich die Poetry Slammerin Ninia LaGrande zu Besuch:

Die Hannoveranerin Ninia LaGrande ist Moderatorin, Autorin, Poetry Slammerin und seit 2015 moderiert sie auch ihre eigenen Fernsehformate. Im August 2014 ist ihr Erzählband „Und ganz, ganz viele Doofe!“ im Blaulicht-Verlag erschienen. Sie ist ein gefragter Gast bei Konferenzen und Podiumsdiskussionen.

Gemeinsam mit mir philosophiert sie über ihre Arbeit, Feminismus und Inklusion sowie über ihre Wünche für die Zukunft.

Weitere Informationen zu Ninia LaGrande: www.ninialagrande.de

Erstausstrahlung: 20.02.2016, 9.30 Uhr, Sport 1

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KRAUTHAUSEN – face to face: Martin Fromme, Comedian

In der Sendung „KRAUTHAUSEN – face to face“ lade ich als Moderator Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Medienleute mit und ohne Behinderung zum Talk ein. In “face to face”-Gesprächen tausche ich mich mit einem jeweiligen Gast über künstlerisches Schaffen, persönliche Interessen und Lebenseinstellungen aus. Und natürlich geht es auch ab und zu um das Thema Inklusion.

Als zweiten Gast hatte ich den Comedian Martin Fromme zu besuch:

Beinahe 30 Jahre steht Martin Fromme nun schon als Comedian auf der Bühne. Seinen “appen Arm” hat der Mann aus Wanne-Eickel mit dem Duo “Der Telök” in den mittlerweile 15 Bühnen-Shows und 1800 Auftritten mal mehr, mal weniger zum Thema gemacht. In den Vordergrund rückte seine kleine “Unsymmetrie” 2006 und 2007 bei der Fernseh-Sendung Paracomedy. Seit 2011 moderiert er zudem die Sendung Selbstbestimmt! Das Magazin im MDR.
Martin Fromme ist wichtig, dass behinderte und nicht-behinderte Menschen miteinander lachen können. Dieses Ziel verfolgt er auch in seinem Buch und dem aktuellen Solo-Programm Besser Arm ab als arm dran – zuweilen mit recht bissigen, provokanten und schwarz-humorigen Mitteln.
Mit Raúl Krauthausen hat er im “face to face”-Talk in dieser Hinsicht allerdings einen Gesprächspartner gefunden, der ebenso schlagfertig antwortet. In der Sendung spielen sich sie sich die Wortwitze zu, während Fromme über die Stationen und die Erlebnisse seiner Karriere erzählt und was das mitgebrachte, modisch gewagte Jacket damit zu tun hat. Allerdings schafft es der Moderator auch durch seine Fragen, die ernsten Seiten des Comedians Martin Fromme zum Vorschein zu bringen.
Weitere Informationen zu Martin Fromme: www.martin-fromme.de

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KRAUTHAUSEN – face to face: Gisela Höhne vom inklusiven Theater RambaZamba

In der Sendung „KRAUTHAUSEN – face to face“ lade ich als Moderator Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Medienleute mit und ohne Behinderung zum Talk ein. In “face to face”-Gesprächen tausche ich mich mit einem jeweiligen Gast über künstlerisches Schaffen, persönliche Interessen und Lebenseinstellungen aus. Und natürlich geht es auch ab und zu um das Thema Inklusion.

Als ersten Gast hatte ich Gisela Höhne zu besuch:

Gisela Höhne ist Regisseurin in dem bekanntesten inklusiven Theater Deutschlands – dem Theater RambaZamba in Berlin. Sie kann auf eine bewegte persönliche Laufbahn zurückblicken: Jugend in Stralsund, Fernsehen und Schauspielstudium in Berlin. Dort lernte sie 1974 den Regisseur Klaus Erforth kennen. Mit ihm hat sie zwei Kinder, Moritz und Jacob. Moritz Höhne kam mit Trisomie 21 zur Welt, was neue Perspektiven und Herausforderungen in das Leben der jungen Schauspielerin brachte.
In der Sendung erzählt die sympathische Berlinerin – mal humorvoll, mal nachdenklich – wie sie die verschiedenen Bereiche ihres Lebens zu einem kreativen Gesamtprojekt gemacht hat: Als Regisseurin des inklusiven Theaters “RambaZamba” in Berlin, in dem auch ihr Sohn Moritz Höhne zum festen Ensemble aus SchauspielerInnen mit und ohne Behinderung gehört, bringt sie seit den 90er-Jahren laufend neue Stücke auf die Bühne – und zwar sehr erfolgreich! Dabei greift sie auch auf ihr “Vier-Uhr-morgens-Gedankenbuch” zurück.

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