Und schon wieder Selbstbestimmung

Immer wieder tauchen Begriffe wie „Selbstbestimmung“ oder „selbstbestimmt leben“ in den Medien auf. Und genauso oft gibt es dazu kontroverse Diskussionen. Meist geht es um Themen wie Assistenz, Heimzwang oder andere gravierende Entscheidungen in der Lebensführung von Menschen mit Behinderung. Aber was bedeuten die Begriffe für mich im Alltag? Wo liegt meine Selbstbestimmung als blinde […]

Sommerzeit ist Gartenzeit

Da bilden blinde Menschen keine Ausnahme. Auch bei uns gibt es solche, die sich für die Gartenarbeit begeistern können, und andere, die damit rein gar nichts anfangen können. Und ich bin irgendwas dazwischen. Ich liebe Pflanzen, die duften. Da wäre mein Sommerflieder, meine Tagetes oder Heliotrop, der nach Vanille duftet. Ich liebe es die Pflanzen […]

Wenn die Hilfsmittel versagen

In meinem Alltag spielen der PC und mein Smartphone eine wichtige Rolle. Alles was sich ein normal sehender Mensch auf einem Blatt Papier notieren kann, schreibe ich mit Hilfe meiner Elektronik auf. Ebenso verhält es sich mit Texten, die ich ebenfalls digital lese und bearbeite. Und solange diese funktionieren, ist das für mich eine große […]

Sprecht einfach normal mit mir!

Ich stehe an einer Akustischen Ampel. Das ist eine Ampel mit einer Vorrichtung, die mir durch einen Piepton signalisiert, dass die Ampel grün ist. Und auf dieses Signal warte ich. Ich habe keinen Zeitdruck. Daher stürme ich nicht sofort los, als das akustische Signal zu hören ist. Entsprechend erschrocken bin ich, als mir eine laute Männerstimme in mein Ohr brüllt: „Sie können gehen, die Ampel ist grün“.

Hindernisse sind manchmal wichtig

Gerade komme ich vom Einkaufen. In der rechten Hand der Blindenlangstock, der die direkte Umgebung vor mir abtastet, und hinter mir der Shopper auf zwei Rädern, der meinen halben Familieneinkauf beinhaltet. Dazu kommt, dass ich ziemlich schnell unterwegs bin. Ich laufe auf eine Absperrung zu, um dann nach rechts abzubiegen. Vorher schreibt eine Frau Vorsicht, und will mich festhalten.

Wahrheit oder Einschaltquote?

Ich stehe in Frankfurt und warte auf meine S-Bahn, als mein Handy klingelt. Am anderen Ende der Leitung eine Journalistin, die gern einen Beitrag zum Thema Blindheit machen möchte. Mit genauen Vorstellungen vom Ablauf. Sie möchte mich besuchen und einen Tag lang mit verbundenen Augen begleiten. Vorher solle ich sie noch in den Gebrauch des Blindenstocks einweisen. Und wir müssten bereits übermorgen drehen, da sie zeitliche Vorgaben bezüglich der Fertigstellung ihres Beitrags habe.