Ohrenkuss… da rein, da raus

Ja, auch Menschen mit Down-Syndrom können lesen und schreiben. Das beweisen die 14 RedakteurInnen und über 50 Fern-KorrespondentInnen des Magazins Ohrenkuss seit über 20 Jahren. Alle Artikel werden von diesen AutorInnen mit Down-Syndrom verfasst und unzensiert im Magazin und im Blog veröffentlicht. Finanziert wird das Projekt durch Heftverkäufe, Abos, Lesungen und Spenden. Seit der Gründung […]

Role Models: Carrie Ann Lucas

Dieses Jahr begann mit einem herben Verlust: Dem Tod der Behindertenrechtsaktivistin Carrie Ann Lucas.
Die US-amerikanische Anwältin und Mutter starb mit 47 Jahren. Und sie starb einen unnötigen Tod. Sie starb, weil es ihr so erging, wie weltweit den meisten Menschen mit Behinderung: Sie war ein lästiger Kostenfaktor.
Carrie Ann Lucas starb, weil die für sie lebenswichtigen Medikamente aus Kostengründen von ihrer Krankenversicherung verweigert wurden.

Es gibt keine Barrierefreiheit, die Menschen ohne Behinderung je geschadet hat!

Seltsamerweise wird beim Bau von barrierefreien Zugängen in erster Linie an Menschen mit möglichst angeborenen Behinderungen gedacht und in zweiter Linie: Lohnt der Aufwand überhaupt für diese Minderheit? Doch sind die Rolltreppen, Aufzüge, Rampen, Rollbänder, breiten Türen, Ansagen und Untertitel erst einmal da, werden sie von allen gern genutzt. In Bahnen und Bussen sind nicht nur blinde Menschen dankbar für akustische Ansagen, sondern auch die, die an ihrem Tablet arbeiten, ein Buch oder auf ihrem Smartphone etwas lesen.

Frei zum Abtauchen – Vielfalt in Geschichten

Eigentlich keine große Überraschung: Disney verfilmt nach vielen Remakes nun auch „Arielle – die Meerjungfrau“ neu. Der Aufreger für viele Menschen ist, dass diesmal die Afro-amerikanische Schauspielerin Halle Bailey die Rolle der Arielle übernimmt. So wird aus der weißen Märchenfigur eine Meerjungfrau mit dunkler Hautfarbe. Mich überrascht immer wieder die Vehemenz, mit der Menschen auf […]

Wir sind die Regisseure unseres eigenen Lebens

Ich bin ein Freund des sozialen Modells von Behinderung und keiner vom medizinischen Modell. Bei den OI-Tagungen kommen wir regelmäßig in einen Konflikt deswegen. Auf der einen Seite geht es ganz stark um medizinische oder rehabilitationstechnische Fragen. Auf der anderen Seite haben wir auch großartige Persönlichkeiten, KünstlerInnen usw. in unseren Reihen, die in ihrem Beruf fantastisch sind, aber über die wir in Vorträgen wenig erfahren. Ich finde, darüber sollten wir uns mehr austauschen. Wir sind mehr als nur unsere Diagnosen. Wir brauchen Rollenbilder mit Behinderung, damit Eltern wie Kinder auch Perspektiven haben, was aus jemandem mit Glasknochen werden kann.

Behinderung und Entwicklungs­zusammen­arbeit e.V.

Weltweite Entwicklungs- und Bildungsarbeit sind die Hauptthemen des bezev – Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.. Der Verein, mit Sitz in Essen, hat es sich zur Aufgabe gemacht die Umsetzung der Inklusion weltweit voranzutreiben. Hierfür unterstützt er Projekte vor allem im globalen Süden, um Vorkehrungen und Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie wollen erreichen, dass Menschen mit Behinderung in […]