Raul Krauthausen - Aktivist

Inklusion: Die Basis rockt das Ding! Kampagne macht Lust auf inklusives Leben

Inklusion? „Ja, aber…“: Wer in den vergangenen Monaten die Berichterstattung zum Thema verfolgt hat, gewinnt den Eindruck, dass das Aber immer gewaltigere Ausmaße annimmt. Viel passt da rein: Angst vor dem Neuen, die beinharte Verteidigung lieb gewonnener Gewissheiten oder der Unmut, eigenes Denken und Handeln hinterfragen zu müssen. Dieser Aber-Allianz stellt sich jetzt die Kampagne „Inklusion – schaffen wir!“ mit der geballten Kraft der Inklusions-Bewegung und ganz vielen Geschichten vom Gelingen entgegen.

„Wir wollen mit unserer Kampagne Lust auf Inklusion machen“, so Tina Sander, Projektleiterin beim Kölner Verein mittendrin e.V.. „Inklusion braucht keinen perfekten Zustand, der erst erreicht sein muss, bevor man dann irgendwann in ferner Zukunft die behinderten Menschen dazu bittet. Inklusion ist ein Prozess der Annahme von Vielfalt. Der Prozess hat schon längst begonnen – wir müssen nur alle gemeinsam weiter daran arbeiten.“

Die Kampagne „Inklusion – schaffen wir!“ ist eine Einladung an alle Menschen, sich die zahlreichen Inklusions-Geschichten auf den Kampagnenseiten anzuschauen und sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen. Ein guter Einstieg für Schulklassen können beispielsweise die YouTube-Spots sein, die häufig gestellte Fragen zum Thema beantworten. „Wie fängt man eigentlich an mit Inklusion?“ oder „Können normale Lehrer behinderte Kinder unterrichten?“ Als Antwort erzählen Schüler, Lehrer und Eltern ganz konkret von ihren Erfahrungen in inklusiven Schulen – und nehmen dem Begriff so viel von seiner Sperrigkeit. Für Schauspielerin Annette Frier, die die Kampagne unterstützt, ist Inklusion „eine grundsätzliche Gesellschaftsfrage“ – und eine Selbstverständlichkeit.

Deutschland steht als Vertragsstaat der UN-Behindertenrechtskonvention in der Pflicht:
„Artikel 8 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten zu sofortigen, wirksamen und geeigneten Maßnahmen der Bewusstseinsbildung“ – ganz konkret zur „dauerhaften Durchführung wirksamer Öffentlichkeitskampagnen“, heißt es dazu auf www.behindertenrechtskonvention.info.

Seit Mitte April ist die Kampagnenseite www.inklusion-schaffen-wir.de online – die Social Media Kanäle sind Facebook, Twitter, Youtube und Instagram, der Kampagnen-Hashtag #InklusionSchaffenWir.

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