Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern sichtbar machen!

Verleihung des KIMI-Siegels 2019 für vielfältige Kinder- und Jugendliteratur

Zum ersten Mal wurde am Donnerstag, den 9. Mai 2019 das KIMI-Siegel für Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur bei einem Festakt in der Werkstatt der Kulturen verliehen.

Aus der Vielzahl an Neuerscheinungen aus dem Jahr 2018 wurden insgesamt 40 Bücher ausgewählt, die Geschichten in vielfältiger, diskriminierungssensibler Weise erzählen bzw. darstellen. Zu den Kategorien gehören das Bilderbuch, das erzählende Kinderbuch und das Jugendbuch.

Alle ausgezeichneten Titel sind auf der KIMI-Siegel-Website zu finden.

„Das KIMI-Siegel ist ein Kompass in schwierigen Zeiten wie diesen. Wir wollen Brücken bauen und ein Bewusstsein dafür wecken, dass Vielfalt im Mainstream ankommen muss.“

Raul Krauthausen
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  1. Besten Dank Raul Krauthausen für den Beitrag zum Kimi-Siegel, ich finde gut, wenn Literatur kritisiert wird, egal ob Kinder-, Jugend-, Erwachsenenliteratur.
    Was mir auffällt, ist, das bei den Buchkategorien das Sachbuch fehlt, warum ist das so? Auch fehlen Bücher, die behindertengerecht gemacht sind, warum?
    Was ich sehe ist eine auf den ersten Blick übliche Auswahl an Büchern, wie ich sie schon aus meiner Jugend kenne – da kamen die ersten Bücher auf den Markt, die sich mit Scheidung, Krankheit, anderer Herkunft, Religion prosaisch befassten.

    Ich habe mir nie gerne Bücher ausgesucht, die mir jemand vorgeschlagen hat, für mich war es immer das größte Vergnügen, selbst was auszusuchen, unabhängig vom Kompass anderer Menschen, vor allem auch unabhängig von den Bücher, die die Erwachsenen mir vorlegten, auch in der Schule. Ich habe immer was Schönes für mich finden können, die Kür war immer spannender als die Pflicht, den Schulbüchern setzte ich gerne Bücher meiner Wahl entgegen.

    Die Vielfalt ist meines Erachtens immer sichtbar, ich finde es aber richtig, Literaturkritik auch sichtbar zu machen, die Vergabe eines Preises für das Sichtbarmachen, das finde ich gut.
    Es ist aber eben ein Preis, wer den für sich als Kompass begreift, macht das so, ich als selbstständige Leserin mache das nicht.

    Mich würde interessieren, wie diese Bücher dann letztlich wieder von den Kindern und Jugendlichen bewertet werden, warum sie gut oder nicht gut gefunden werden, dies interessiert mich unabhängig vom Jury-Urteil.

    Kinderbücher sollten auch vor allem Kinder gut finden und nicht die Erwachsenen – es geht ja um die Leser, nicht um die Erziehungsberechtigten, primär hier.

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