Liebt euren Körper so wie er ist!

Ich habe schon, seit ich denken kann, immer gern Musik gehört. Wenn ich Musik höre, kann ich einfach abschalten und in eine andere Welt abtauchen. Als ich meine erste eigene Song Idee hatte, lag ich mal wieder mit Musik im Bett und mir ist aufgefallen, dass ich was zu sagen habe und was ich zu sagen habe, könnte ein guter Text werden. Viele der Songs, die ich höre, handeln nur von Liebe und Schmerz und haben nichts mit den Themen zu tun, die mir so hauptsächlich durch den Kopf gehen. Gedacht, getan. Meine erste Idee war, ich möchte einen Song schreiben, wo die Menschen über sich und wie sie ihren Körper sehen, nachdenken und dass man auch mal ausbrechen kann und sich nicht immer in der Gesellschaft gefangen fühlen muss, dass man zu sich stehen kann, egal was andere Menschen von einem halten. Bildet gemeinsam einen Kreis, dann ist es leichter auf der Welt zu sein.

Aber bis es dann ein richtiger Song wurde, musste ich auch lernen, dass ein guter Text ein langer Prozess sein kann und man auch bereit sein muss Hilfe anzunehmen, wenn man nicht weiter weiß.

Ich habe mich bei Facebook auf die Suche nach jemanden begeben, der den Song mit mir vertonen kann. Bei der ersten Person, die ich gefunden habe, musste ich dann leider feststellen, dass er mich nicht ernst nimmt. Daraufhin habe ich eine Weile vom Projekt pausiert, weil ich so enttäuscht war und gedacht habe, dass das eh nix wird. Aber ihr kennt mich, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das auch durch. Als ich dann wieder Power hatte, habe ich eine Facebook Gruppe mit Musikern rausgesucht und eine Anzeige geschaltet. Und schwupps, ist mein Postfach hinten über gekippt. Ich habe darüber die unglaublich talentierte junge Songwriterin CassMae kennen gelernt, die auch selber eine Behinderung hat. Wir haben uns dann auf Anhieb gut verstanden und sie hat mir erst einmal erklärt, was eine Bridge ist. Ich bin dann zu einem ihrer Konzerte gegangen und habe gedacht, oh man bin ich ein Glückspilz, mit so einem talentierten Menschen zusammen arbeiten zu dürfen. Als wir uns dann das erste Mal richtig getroffen haben, war ich soo nervös. Aber wie so häufig war meine Nervosität nicht nötig. Wir sind den Text durchgegangen und waren uns schnell einig. Als der große Tag der Aufnahme dann da war, konnte ich es gar nicht erwarten mein Lied aufzunehmen. Der Text den ich selbst geschrieben habe, hat mich so berührt und CassMaes warme und sanfte Stimme in meinem Wohnzimmer zu hören, war einfach magisch. Als ich den Song dann bei Youtube veröffentlicht habe, war ich so stolz auf mich und auf die positiven Kommentare und wie ich mit meinem Lied Menschen berührt habe. Das war ja mein ja Ziel, Leute zu bewegen.

Ich möchte euch ermutigen euren Körper so zu lieben wie er ist, traut euch es in die Welt hinaus zu schreien!

Mein Song: Du bist – mit CassMae

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  1. Schöner Beitrag!! Ich habe CasMae vor ein paar Jahren in der Casting Show“Dein Song“ gesehen und fand sie sehr talentiert. Das Tolle daran, dass sie einfachwie eine ganz normale Kandidatin behandelt und gezeigt wurde. Obwohl sie die einzige Kandidatin mit einer (nach außen sichtbaren) Behinderung war, wurde das nie explzit thematisiert, Wenn es um sie ging, ging es, genau wie bei allen anderen auch, um ihren Song, mit dem sie dort angetreten ist und nicht um ihre Blindheit. Genau das ist Inklusion. Das selbtverständliche einfach dabei sein ohne großes TammTamm1! Sollte es viel öfter geben

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