Positive Diskriminierung – Auch lesbische, schwarze Behinderte können ätzend sein!

Da es hier im Netz schon genug Postings zum Thema ‚Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen‘ gibt, dachte ich, schreibe ich mal etwas über positive Diskriminierung. Sicher, sie ist oft nicht schön, aber sie ist ja meist „gut gemeint“…

Hier eine kleine Auswahl von Sätzen, die ich hin und wieder zu hören bekomme:

  • „Tja, was man nicht in den Beinen hat, das hat man im Kopf.“
  • „Sie sind ja sooo ein intelligenter kleiner Mann.“
  • „Kennen Sie Stephen Hawking? Sie sind sicher auch so ein Genie.“
  • „Ich kenne nicht viele Rollstuhlfahrer, aber Herrn Schäuble finde ich ganz sympathisch. Wie er das trotz seiner Behinderung alles meistert. Ich bewundere Sie beide.“
  • „Ey, bist du nicht der kleine von Marienhof?“

Kurz: Ich mag es nicht mit Hawking, Schäuble und Co. verglichen zu werden. Ich bin kein Genie und leide auch nicht, wie unser werter Innenminister, unter Verfolgungswahn! Denn manchmal bin ich auch ein Dummkopf, Kotzbrocken, arroganter Schnösel und Feigling!

Ich halte es eher wie die Toten Hosen / Funny van Dannen:

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  1. Das Lied habe ich am 09.07.07 bei Rado Fritz geört. Ich gebe zu das ich nicht so richtig lachen konnte.

    Ich bin von Geburt an Körperbehindert !

    Bin mit einer SpinaBifida+Hydrocepherlus zur Welt gekommen.

    (WWW.ASBH.DE)

    Dieser Verein setzt sich mit meiner Krankheit auseinander

  2. da haste recht raul, du bist ein macho! mir hat allerdings noch keiner unterstellt, dass ich netter, intelligenter oder toleranter als nichtbehinderte waere..

  3. Lieber „manchmal auch ein kotzbrocken“,

    Ich weiß, der Eintrag ist schon ein paar Jahre alt, aber immer noch wahr. Ebend! Behinderte oder Angehörige anderer Gruppen können auch mal nicht nett sein.

    Als Schwuler höre ich auch oft dumme Sprüche. Die positive „wohlmeinende“ verbale Diskriminierung finde ich dabei am schlimmsten: „Jetzt, wo ihr Homosexuellen doch soviel erreicht habt, könntet ihr doch auch mal mit diesen Demos aufhören, immerhin schürt das doch nur Vorurteile!“ Und die Leute klopfen sich dann noch auf die eigene Schulter, wo sei doch so tolerant seien.

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