Verstecken spielen

Ich hab ein Problem mit Sichtbarkeit, und damit meine ich keine Warnwesten im Auto. Wenn ich unterwegs bin, höre ich oft nicht, wenn ein Fahrrad klingelt. Deswegen reagiere ich besonders gereizt, wenn ich auf der linken Straßenseite laufe und mich trotzdem Radler auf dem Gehweg überholen. Aber woher sollen die Leute auch wissen, dass ich sie nicht höre?

Hindernisse sind manchmal wichtig

Gerade komme ich vom Einkaufen. In der rechten Hand der Blindenlangstock, der die direkte Umgebung vor mir abtastet, und hinter mir der Shopper auf zwei Rädern, der meinen halben Familieneinkauf beinhaltet. Dazu kommt, dass ich ziemlich schnell unterwegs bin. Ich laufe auf eine Absperrung zu, um dann nach rechts abzubiegen. Vorher schreibt eine Frau Vorsicht, und will mich festhalten.

Bluttest vom Down-Syndrom

Das NIPD bedeutet nicht invasive pränatale Diagnostik von außen vor der Geburt. Mir geht es um den Bluttest. Der Arzt nimmt das Blut ab von den schwangeren Frauen. Dann trennt man das Blut von der Mutter und vom Baby und dann kann man feststellen, ob es eine Trisomie 21. hat. Und man kann feststellen, ob es eine Trisomie 13 oder Trisomie 18 hat. Man kann das in der zwölften Schwangerschaftswoche machen, in der Früherkennung. Die schwangeren Frauen bezahlen das dann. In Zukunft wollen die Krankenkassen das bezahlen. Die Politiker in Berlin entscheiden das. Die Politiker wollen eine Debatte machen. Das ist wo man redet miteinander in Berlin im Bundestag. Politiker von den ganzen Parteien wollen das.

KRAUTHAUSEN – face to face: Sandra Olbrich, Journalistin und Moderatorin

In der Sendung „KRAUTHAUSEN – face to face“ lade ich als Moderator Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Medienleute mit und ohne Behinderung zum Talk ein. In “face to face”-Gesprächen tausche ich mich mit einem jeweiligen Gast über künstlerisches Schaffen, persönliche Interessen und Lebenseinstellungen aus. Und natürlich geht es auch ab und zu um das Thema […]

„Das hat der so aber gar nicht gesagt!“

Untertitel sind eine komische Sache. Manchmal sind sie total ausführlich, beinhalten jeden Songtext im Original, manchmal fassen sie ganze Dialoge mit „Ja“ – „Nein“ – „OK“ zusammen, aber nie weiß man, was einen erwartet. Vor allem weiß ich nie, ob sie funktionieren. Deswegen bin ich so unendlich froh, wenn am Anfang vom Tatort ein „Tatort-Titelmelodie“ unten drunter steht oder eine Beschreibung der Untertitelfarben für die einzelnen Rollen. Dann weiß ich: Komme was wolle, irgendwelche Untertitel sind vorhanden und ich kann in Ruhe den Film gucken. Auch wenn die Untertitel unvorhersehbar sind.